Literatur
Während der Begriff der „österreichischen Literatur“ ein schwieriger und nicht immer eindeutig definierbar ist, muss jedoch nicht über die Bedeutung vieler österreichischer Schriftsteller gestritten werden. Zu den größten Namen zählen hier Franz Grillparzer, Adalbert Stifter, Arthur Schnitzler, Johann Nestroy, aber auch zeitgenössische Schriftsteller wie Peter Handke, Robert Menasse, Wolf Haas und die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.
Detaillierte Informationen über Österreichische Literatur finden sich bei:
Bertha von Suttner und ihre Bedeutung für die Stadt Den Haag
Der österreichischen Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin Bertha von Suttner, die im Jahre 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, soll nun in Den Haag mehr Aufmerksamkeit zu Teil werden.
Die Stadt Den Haag hat seit kurzem ein Bertha von Suttner-Gebäude, das NGO-Gebäude an der Laan van Meerdervoort 70. Im Rahmen der Feierlichkeiten "100 Jahre Friedenspalast", die im Jahr 2013 stattfinden werden, wird es einige Veranstaltungen zu jener Frau geben, die den Fokus mit all ihrem Schaffen so sehr auf eine friedliche Gesellschaft richtete. Bei erstgenannten Bertha von Suttner-Haus handelt es sich um ein NGO Sammegebäude, das sich ca. 500m vom Friedenspalast entfernt befindet. In einem feierlichen Akt wurde bereits ein Modell der Bertha von Suttner Gedenktafel enthüllt.
Kurt Palm erhält Friedrich-Glauser-Preis 2011
Der Friedrich-Glauser-Preis zählt im deutschsprachigen Raum zu den wichtigsten Krimipreisen. 2011 geht der seit 1987 jährlich verliehene Preis an den Österreicher Kurt Palm mit seinem Buch „Bad Luck in Bad Fucking“. Palm studierte bis 1981 Germanistik in Salzburg, heute feiert der 56-jährige Autor und Regisseur sein Krimidebüt. Bei „Bad Fucking“ handelt es sich um einen Krimi, der in einer österreichischen Provinz spielt. Mit diesem Krimidebüt legte Palm in diesem Frühjahr seinen Krimi-Erstling vor, wobei er der Groteske freien Lauf ließ. Dabei schreckte der Autor auch vor Anspielungen auf die österreichische Politik nicht zurück.
Clemens J. Setz erhält Leipziger Buchpreis 2011
Der Preis der Leipziger Buchmesse geht an den Steirer Clemens J. Setz für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes. Der junge Autor aus Graz setzte sich gegenüber bekannteren Autoren durch und wurde überraschend von der Jury mit dem Leipziger Buchpreis geehrt. Mit erst 28 Jahren gelang es Setz mit seinem jüngsten Buch bei Suhrkamp und damit bei einem der renommiertesten deutschen Verlage zu landen.
"Bei Setz hat die Einbildungskraft das Schlimmste immer schon vorweggenommen", so fiel das Urteil der Leipziger Jury über Clemens Johann Setz aus, der sie durch "die Kühnheit der Konstruktion, die Eigenwilligkeit der Sprache und die Konsequenz des Konzepts" überzeugt habe. Damit wurde er weiteren Kandidaten, wie dem renommierten Österreicher Arno Geiger vorgezogen, der mit dem Buch Der Alte König in seinem Exil über die Demenz seines Vaters imponierte.
Arno Geiger erhält Hölderlin-Preis 2011

- Arno GeigerFoto: Carl Hanser Verlag
Arno Geiger erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich Hölderlin-Preis. Er ist der erste Schriftsteller, dem nach dem Förderpreis (2005) nun auch der Hauptpreis zuerkannt wird. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der schriftstellerischen Entwicklung Geigers und hob besonders seine erzählerische Leistung in dem jüngsten Buch „Der alte König in seinem Exil“ hervor.
Die Preisverleihung findet am 5. Juni um 11 Uhr im Bad Homburger Kurtheater statt. Sie ist eingebettet in das „2. Bad Homburger Poesie- und LiteraturFestival“ vom 1. bis 5. Juni, bei dem bekannte Schauspieler an Stätten von besonderer Atmosphäre Werke der Weltliteratur vortragen.
Geiger gehöre in "die erste Erzähler-Reihe unserer Gegenwartsliteratur", begründete die Jury ihr Votum. Er verbinde "Komik und Schrecken, Trauer und Hoffnung in einer sehr eigenen, dichterisch experimentellen Sprache".
Friederike Mayröcker erhält Bremer Literaturpreis 2011

- Friederike MayröckerFoto: Brigitte Friedrich
Für ihr 2010 erschienenes Buch ich bin in der Anstalt Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk sprach ihr dieJury der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung am 13. November den mit 20.000 Euro dotierten Literaturpreis zu.
Die Jury begründet die Vergabe: »In dem Werk der Wiener Autorin verwandelt sich die Sprache in Prosa und nimmt ein Lebensjahr in allen seinen Facetten in sich auf - die Gedanken und Geräusche, die Toten und die Lebenden, die Bücher und die Bilder, die Traumreste und die Tabletten. Selten finden die Physiognomik des Alltags und die philosophisch inspirierte Reflexion so selbstverständlich zusammen wie in diesen Fragmenten.«
Niederländische Übersetzerin Nelleke van Maaren gewinnt Translatio 2010

- van maaren nelleke
Die 1941 in Beverwijk geborene Übersetzerin Nelleke van Maaren gewann heuer den Österreichischen Staatspreis für Übersetzer „Translatio 2010“ Sie wurde damit für ihre Übersetzungen ins Niederländische ausgezeichnet.
Zu ihren bekanntesten Werken zählen die Übersetzungen von „Die Strudlhofstiege“ (De Strudlhoftrappen) und „Ein Mord den jeder begeht“ (Ieder mens een moordenaar) von Heimito von Doderer.
Der Staatspreis wurde am 20. Juni am Musilinstitut der Universität Klagenfurt verliehen. Die Sektion Kunst und Medien des Bundeskanzleramtes vergibt den, mit 8.000 Euro dotierten Preis und zeichnet damit jedes Jahr herausragende Übersetzer in zwei Kategorien aus, aus und in die Deutsche Sprache.
Neben Nelleke van Maaren wurde heuer außerdem der freie Übersetzer Heinrich Eisterer für seine Übertragung ungarischer Literatur ins Deutsche ausgezeichnet.
Thomas Glavinic gewann Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2010
Nach zahlreichen Preisen wie dem Friedrich-Glauser-Krimipreis im Jahr 2002, dem Österreichischen Förderpreis für Literatur 2006 und den Deutschen Buchpreis 2007 gewann Thomas Glavinic, 1972 in Graz geboren, heuer nun auch den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.
Der Literaturpreis zählt mit 20.000 Euro zu den höchst dotierten deutschen Auszeichnungen, der an Nachwuchsliteraten für Prosa-Werke verliehen wird.
Die Jury unter Vorsitz der Buchhändlerin Nina Hugendubel rühmte die "phantastische Konstruktion der Wunscherfüllung", die bei Thomas Glavinic "eine Wahrheit der wirklichsten Welt zu enthüllen" scheine; "das Unmögliche beginnt als das Wirkliche schlechthin zu erscheinen".
Die Preisverleihung findet in Chemnitz im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft vom 15. bis 17. Oktober 2010 statt.
Friedericke Mayröcker gewinnt Peter-Huchel-Preis 2010

- Friederike MayröckerFoto: Katja Lenz
Für ihren Gedichtband „Dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif“ erhält die österreichische Autorin Friedericke Mayröcker den mit 10.000 Euro dotierten Peter-Huchel-Preis.
Seit 1983 werden mit dem vom Land Baden-Württemberg und dem SWR gestifteten Peter-Huchel-Preis herausragende lyrische Werke ausgezeichnet. Er soll die literarische Arbeit deutschsprachiger Dichter würdigen und Interesse für die oft wenig beachtete Gattung Lyrik wecken.
Bei der Bekanntgabe ihrer Entscheidung lobte die Jury die Vielstimmigkeit, Präzision und Farbenvielfalt der Sprache Mayröckers und nannte den Band eine "große Feier des Lebens".
Offizielle Homepage von Friedericke Mayröcker: www.literaturhaus.at/autoren/M/mayroecker
Jelinek mit Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet

- jelinek elfriede
Elfriede Jelinek ist im deutschen Mülheim zur Dramatikerin des Jahres 2009 erkoren worden. Die österreichische Nobelpreisträgerin konnte die Stimmen von vier der fünf Juroren des mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreises für ihr Schauspiel "Rechnitz (Der Würgeengel)" gewinnen.
Ein Auswahlgremium hatte aus 130 Stücken, die im vergangenen Jahr im deutschsprachigen Raum uraufgeführt wurden, sieben ausgewählt und nach Mülheim an der Ruhr eingeladen. Jelinek erhält den Dramatikerpreis schon zum dritten Mal, 13 ihrer Stücke wurden bisher eingeladen.
Homepage Elfriede Jelinek: http://www.elfriedejelinek.com/
(15.6.2009)
Übersetzungen
Übsersetzungen Österreichischer Literatur ins Niederländische werden gelistet unter Auslands Austriaca. Die Neuerscheinungen am Niederländischen Markt finden sich am rechten Rand dieser Seite.
Literaturhaus
Das Literaturhaus wurde 1991 in Wien gegründet und gilt mit seinen verschiedenen Serviceleistungen als „Begegnungsstätte, Informationsdrehscheibe und Forschungsstelle“ der österreichischen Literatur. Die Website des Literaturhaus Wien ist ausgestattet mit verschiedenen Datenbanken, die es dem/der BesucherIn ermöglichen, in den Bereichen Buch- und Zeitschriftenbestand sowie Zeitungsarchive, mit den Unterkategorien Bücher, Periodika, Zeitungsausschnittarchiv ab 1997 und Hochschularbeiten eine genaue Recherche durchzuführen.
Österreichische Nationalbibliothek
Die historischen Wurzeln der Österreichischen Nationalbibliothek reichen weit in die Geschichte zurück. Aus dem Jahre 1368 stammt das erste nachweisbare, noch heute in der Bibliothek vorhandene Buch, das so genannte "Evangeliar des Johannes von Troppau", eine mittelalterliche Prachthandschrift. 1575 mit der offiziellen Bestellung des ersten kaiserlichen Bibliothekspräfekten begann ihre Geschichte als eigenständige Institution.
1920 ging aus der Hofbibliothek des Habsburgischen Kaiserreiches die „Nationalbibliothek“ hervor. Diesen Namen trug sie bis 1945, erst dann erfolgte die Umbenennung in „Österreichische Nationalbibliothek". Die Geschichte der Bibliothek als eine zentrale Gedächtnisinstitution des Landes spiegelt die Geschichte Österreichs im Ganzen paradigmatisch wieder.







