Diverses
In dieser Rubrik finden sich Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Jubiläen u.ä. mit Österreich-Bezug.
Steirische Landeshauptstadt Graz wird „City of Design“
Die steirische Landeshauptstadt Graz wurde ins „Creative Cities Network“ der UNESCO aufgenommen und zur „City of Design“ ernannt.
Neben Berlin, Kobe, Buenos Aires, Shanghai, Seoul wurde nun auch Graz die Metropole an der Mur in die Reihe der bisher neun „Cities of Design aufgenommen.
Die UNESCO gründete 2004 das „Creative Cities Network“ mit dem Ziel die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung von Städten weltweit anzutreiben, daneben soll die Kreativität in der Kulturbranche gefördert werden. Abgestimmt wird in den Kategorien Film, Design, Musik, Medienkunst, Handwerk, Literatur und Gastronomie.
Als Mitglied des Netzwerks "City of Design" ist Graz nun die Teilnahmen an unterschiedlichen UNESCO-Aktivitäten zur Förderung internationaler Netzwerke möglich. Außerdem eröffnet sich die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen, Wissen und Informationen der Mitgliedstaaten untereinander. Neben diversen Vorteilen, sind an die Mitgliedschaft auch Erwartungen von Seiten der UNESCO geknüpft, wie beispielsweise eine lebendige Designbranche, herausragende Ideen bei Design und Architektur, ein charakteristisches Stadt-Design, moderne Design-Ausbildungsstätten und Kreative bzw. Gestalter, die sich sowohl lokal, als auch international engagieren.
Changing Europe, Changing Arts
In Herbst 2010 wurde von EUNIC Niederlanden eine Reihe von Diskussionsrunden mit dem Thema Changing Europe, Changing Arts organisiert. Die 4 Diskussionen wurden jeweils von Bas Heijne, Kolumnist und Autor, geleitet. Bei den Diskussionen wurde untersucht, wie sich kulturelle Vielfalt in der zeitgenössischen künstlerischen Praxis widerspiegelt. EUNIC konzentriert sich auf das „graue“ Gebiet zwischen community arts und Kunst, mit einem hohen künstlerischen Anspruch . Beispiele aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen aus neun europäischen Ländern zeigten, wie die multikulturelle Gesellschaft die Künste herausfordert und bereichert.
Die erste Diskussion am 16. September 2010 wurde mit Annie Fletscher (Van Abbe Museum in Eindhoven), Maria Draghici und Irina Gadiuta (Gründerinnen deslaBOMBAstudio in der Rahova-Uranus Gemeinde in Bukarest) geführt. Einen Bericht finden siehier.
Bei der zweiten Diskussion am 25. Oktober waren Shermin Langhoff vom Ballhaus Naunynstraße in Berlin und Tilman Fromelt von der Brunnenpassage in Wien zu Gast. Einen Bericht finden sie hier.
Die dritte Diskussion fand am 15. November 2010 statt. Zu Gast waren Fabrice Guillot, Vertreter der Tanzgruppe Retouramont aus Paris und Nav Haq Sprecher des Arnolfini Centre for Contemporary Arts aus Bristol. Einen Bericht über die Diskussion finden sie hier.
Am 29. November 2010 fand die vierte und letzte Diskussion statt. Zu Gast waren Arpad Shilling, Vertreter derKrétakör Tanzgruppe (Ungarn), Neta Ariel von der Ma'alah School for Television, Film and the Arts (Israel) und Kestutis Kuinzinas vom Contemporary Art Centre (CAC) in Vilnius (Litauen).
100 Jahre Friedensnobelpreis an Bertha von Suttner
"Die Waffen nieder" – dieser Titel des berühmtesten Romans Bertha von Suttners war zugleich Programm und wichtigstes Lebensziel dieser bemerkenswerten Frau. Bertha von Suttner war nicht nur die erste Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt, sie war es auch, die ihren Freund und Gönner Alfred Nobel zur Stiftung des Friedensnobelpreises inspirierte.
Als Schriftstellerin und Vortragende war Bertha von Suttner die Galionsfigur einer weltweiten Friedensbewegung. Entgegen dem Trend ihrer Zeit stellte sie sich unbeirrbar gegen nationalen Fanatismus, gegen aggressive Parolen von Kriegstreibern, Hasspredigern und Antisemiten. Sie erkannte die zerstörerische Kraft dieser Ideologien und meinte prophetisch: "Der nächste Krieg wird von einer Furchtbarkeit sein wie noch keiner seiner Vorgänger".
Aus Anlass des Jubiläumsjahres 2005 wurden im Österreichischen In- wie Ausland zahlreiche Projekte zu Ehren Bertha von Suttners initiiert. Auch im Friedenspalast in Den Haag wurde von der Österreichischen Botschaft ein Symposium mit internationalen TeilnehmerInnen abgehalten.
In Österreich selbst wurde am 05. Dezember 2005 ein Internationales Festsymposium aus Anlass 100 Jahre Friedensnobelpreis an Bertha von Suttner veranstaltet. Das Dokument in dem alle Symposiumsbeiträge inklusive einer umfassenden Liste der Suttner-Veranstaltungen der Österreichischen Vertretungsbehörden und Kulturforen im Ausland aufgelistet werden, findet sich unter:
Symposiumsbeiträge Bertha von Suttner
Besonders empfehlenswert ist der darin enthaltene Beitrag Rechtsstaat und Menschenrechte: Grundlagen der Demokratie, verfasst von Prof. Dr. Heinrich Neisser.
