Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Wirtschaftsbeziehungen zu Kolumbien
Das bilaterale Handelsvolumen verzeichnete in den letzten Jahren starke Zuwächse und reflektiert damit die positive makroökonomische Entwicklung der letzten Jahre in Kolumbien.
Die Außenhandelsstatistik zu Kolumbien weist für 2007 Exporte von 78,2 Millionen Euro, was einen Zuwachs von 14,6 % gegenüber 2006 bedeutet, aus. Den Hauptanteil der österreichischen Exporte stellen Papier, Maschinen/Fahrzeuge sowie chemische Erzeugnisse (insbesondere Pharmazeutika) dar. Die wichtigsten Positionen bei den kolumbianischen Exporten, die sich 2007 auf 22,6 Mio. beliefen, sind Kaffee, Bananen, Schnittblumen sowie Edel- und Schmucksteine.
In Kolumbien sind mehrere Niederlassungen von österreichischen Unternehmen präsent. Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ ist regelmäßig mit einem eigenen österreichischen Firmenstand bei der Industriemesse FIIB in Bogotá, der größten Veranstaltung dieses Charakters in der Region, vertreten.
Anlässlich der VN-Weltklimakonferenz in Montreal Mitte Dezember 2005 wurde auf Ebene der Umweltminister ein MoU zur Förderung von Projekten im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) unterzeichnet. Zwei CDM-Projekte wurden bereits von der Kommunalkredit, der österreichischen Spezialbank, welche sich der Finanzierung und Förderung kommunaler Umwelt-Investitionen und dem Management der Umweltförderungen des Bundes widmet, genehmigt.
Der kolumbianische Handelsminister Jorge Humberto Botero sowie führende Repräsentanten der kolumbianischen Wirtschaft nahmen am erstmals im Rahmen des IV. EU-Lateinamerika-Karibik Gipfels stattfindenden EU-LAC Business Summit (12.5.2006) teil.
Die für Kolumbien zuständige Außenhandelsstelle mit Sitz in Caracas hat ein Marketingbüro in Bogotá.
Weiterführende Informationen zur Handelsbeziehung Österreichs mit Kolumbien finden sie unter folgenden Links:
Wirtschaftsbeziehungen zu Ecuador
Im Jahr 2007 betrugen die Importe aus Ecuador 37,3 Mio. Euro (-15,1 %), die Exporte nach Ecuador erreichten mit 18,43 Mio. Euro (+ 61 %) einen historischen Höchststand. Den Hauptanteil an den Exporten machen Maschinen, Papier, pharmazeutische Erzeugnisse und elektrische Aggregate aus. Die österreichischen Einfuhren werden von Bananenimporten dominiert, weiters bezieht Österreich Schnittblumen und Shrimps.
Die Statistiken von Ecuador weisen ein Handelsbilanzdefizit mit Österreich auf. Die krassen Unterschiede zu den österreichischen Daten resultieren daraus, dass die agrarischen Exporte nicht unter Österreich, sondern den EU-Ländern (Niederlande, Deutschland), über deren Häfen die Waren hereinkommen, firmieren.
Weiterführende Informationen zu den Wirtschaftsbeziehungen Österreichs mit Ecuador finden sie unter folgenden Links:
Wirtschaftsbeziehungen zu Panama
Panama war 2006 Österreichs zweitwichtigster Wirtschaftspartner unter den zentralamerikanischen Ländern. Die österreichischen Exporte betrugen 10,6 Millionen Euro (-66%), die Importe 11,7 Millionen Euro (-24%). 2005 bildete dagegen ein Ausnahmejahr. Das Handelsvolumen verdreifachte, die Exporte nach Panama versechsfachten sich sogar. Österreich exportiert Halbwaren (Baubeschläge), Konsumgüter und div. Anlagen (z.B. für Lebensmittelverarbeitung und Futtermittelerzeugung). Importiert werden fast ausschließlich landwirtschaftliche Produkte (Bananen).
Im Rahmen einer von der Außenhandelsstelle Mexiko organisierten Wirtschaftsmission Zentralamerika mit sechs österreichischen Firmen wurde Panama besucht (19. bis 21. November) Im März 2007 nahmen acht Firmen in Form einer Katalogausstellung an der Messe Expocomer teil.
Die für Panama zuständige Außenhandelsstelle hat ihren Sitz in Mexiko-Stadt.
Weiterführende Informationen zur Handelsbeziehung Österreichs mit Panama finden sie unter folgenden Links:

