Bern - Eine Drehscheibe österreichischer Kultur für die Schweiz
Weihnachtsgrüße aus dem Kulturforum

- Kulturforum Bern
Österreichische Botschaft Tel.: 031 356 52 53 Kirchenfeldstrasse 77/79 Fax: 031 351 56 64 3000 BERN 6 e-mail: bern-kf(at)bmeia.gv.at
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde!
Ein Jahr neigt sich dem Ende zu. Der geeignete Moment um innezuhalten, selbstkritische Rückschau zu üben und bewusst die Veränderungen der vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. Unser Alltag ist mittlerweile so schnelllebig, dass wir diese vielbenötigte Muße allzu selten in Anspruch nehmen können.
Veränderungen sind in der heutigen Zeit das täglich Brot des diplomatischen Dienstes, dennoch verdienen sie eine genauere Betrachtung.
So hat sich für das Österreichische Kulturforum in Bern auch einiges verändert:
Mit Ende Oktober wurde das Österreichische Generalkonsulat in Zürich geschlossen. Die Generalkonsulin Petra Schneebauer war zuletzt auch jahrelang mit besonderem Engagement und Beherztheit um die Präsentation österreichischen Kulturlebens wie auch um die Kontaktpflege mit Schweizer Veranstaltern im eigenen Amtsbereich bemüht.
Der Herausforderung, diese fühlbare Lücke zumindest teilweise zu schließen, werden meine Mitarbeiterin Frau Monika Brandl und ich uns mit vereinten Kräften stellen.
Auch wenn solche Einsparungen in der heutigen Zeit immer notwendiger sind, reduzieren sie merkbar die Aktionsfähigkeit unseres kleinen Büros. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass diese neuen Gegebenheiten uns nicht nur neue Kontakte und Möglichkeiten erschließen werden, sondern dass wir mit Phantasie und Kreativität Ihnen auch in Zukunft ein spannendes und interessantes Kulturprogramm bieten können.
Und Sie, meine lieben Leserinnen und Leser des Kulturkalenders, möchte ich bitten: bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen und lassen Sie uns Ihre Wünsche und Anregungen wissen, damit wir unser gemeinsames Ziel, nämlich die Präsentation der ganzen Vielfalt österreichischen Kulturschaffens in der Schweiz, auch in Zukunft erfolgreich weiterführen können.
Mit meinen herzlichen Wünschen für die kommenden Festtage,
Ilona Hoyos
(Gesandte)
Die Kulturabteilung der Österreichischen Botschaft Bern wurde 2001 institutionell zum Kulturforum aufgewertet. Durch einen bereits erprobten "Veranstaltungsmix" zwischen etablierter Moderne und innovativen bzw. alternativen Inhalten und kulturellen Präsentationsformen wird das zeitgenössische österreichische Kulturschaffen in den Vordergrund gestellt. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern, für die das Kulturforum Beratung, Anregung und Informationsdienste allgemeiner und kultureller Art leistet. Weiters pflegt das Kulturforum das Netzwerk der in der Schweiz lebenden österreichischen Künstler und Kulturschaffenden. In der deutschsprachigen Schweiz ist die österreichische Kulturpräsenz schon lange von hoher Dichte und hohem qualitativem Niveau geprägt, sodass das Kulturforum sich darauf konzentrieren kann, die weniger bekannten jungen, innovativen Bildenden Künstler, Interpreten und Ensembles im internationalen Kontext einem jugendlichen Zielpublikum zu präsentieren.
In den anderssprachigen Kantonen erfordert die Kulturarbeit einen breiteren Ansatz. Im Vordergrund steht meist das literarische Leben: so fanden in der frankophonen Schweiz Lesungen prominenter Schriftsteller wie Köhlmeier, Schrott, Gstrein, Brandstetter und Mayröcker statt.
Österreichische Beteiligungen an Spitzenausstellungen der internationalen Moderne, wie an den beiden Kunstmessen in Basel und Zürich, und die Teilnahme österreichischer Künstler an internationalen Gruppenausstellungen in Galerien der verschiedenen Kantone dokumentieren die österreichische Bildende Kunst in der Schweiz. Präsentationen von Werken der jungen und jüngsten Künstlergenerationen erfolgen etwa in der Kunsthalle Basel oder dem Centre d’Art Contemporain in Genf. Enge Beziehungen bestehen auch auf dem musikalischen Sektor. Zusätzlich zu den kommerziell organisierten Tourneen österreichischer Musiker werden zahlreiche Konzerte mit Ensembles und Interpreten vermittelt und unterstützt, welche die zeitgenössische österreichische Moderne präsentieren.
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