Bilaterale Beziehungen Österreich - Serbien
Bilaterale Beziehungen Österreich - Serbien
Südosteuropa - und damit auch Serbien - ist Schwerpunkt der österreichischen Außenpolitik.
Österreich hat als quasi Nachbar ein besonderes Interesse an politischer und wirtschaftlicher Stabilität in der Region Südosteuropa und unterstützt nach Kräften die Einbindung Serbiens ebenso wie der übrigen Staaten des Westlichen Balkan in die europäischen Strukturen. In diesem Zusammenhang stehen auch die Bemühungen um Vernetzung in den regionalen Initiativen wie Donauraumkooperation, Zentraleuropäische Initiative, Donaukommission oder ARGE Donauländer.
Die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Serbien wurden seit dem Ende des Regimes von Slobodan Milosevic im Oktober 2000 auf allen Ebenen intensiviert. Reger politischer Besuchsaustausch, bedeutende österreichische Wirtschaftsinvestitionen sowie eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen waren bislang Ausdruck dieser engen Zusammenarbeit.
Mit der Anerkennung des Kosovo durch Österreich am 28. Februar 2008 hat Serbien die Beziehungen zu jenen Ländern, die den Kosovo anerkannt haben, vorübergehend eingeschränkt. Mit der Rückkehr des serbischen Botschafters nach Österreich Anfang August 2008 und der serbischen Beglaubigung des neuen österreichischen Botschafters am 16. Oktober 2008 haben sich die Beziehungen jedoch wieder normalisiert und können als ausgesprochen freundschaftlich bezeichnet werden.
Österreich unterstützt Serbien weiterhin im Rahmen der projektbezogenen Zusammenarbeit mit Südosteuropa schwerpunktmäßig in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Regionalentwicklung und Soziales. Dabei kommt insbesondere dem Transfer österreichischen Know-hows in technischer oder organisatorischer Hinsicht - auch im Rahmen von Twinning-Projekten - große Bedeutung zu.
Die Zahl österreichischer Firmenniederlassungen in Serbien ist in den letzten Jahren auf ca. 280 Vertretungen angewachsen. Vor allem im Finanzdienstleistungsbereich (Banken, Versicherungen, Rechtsanwaltskanzleien) sind österreichische Unternehmungen führend. Unter der Voraussetzung politischer Stabilität und einer weiteren Verbesserung des Investitionsklimas ist mit der Fortsetzung bzw. Intensivierung des Engagements österreichischer Investoren zu rechnen.
Die Bereiche Kultur, Bildung und Wissenschaft in Serbien befinden sich nach wie vor in einer Phase der grundlegenden Restrukturierung und Modernisierung. Vor Ort besteht ein vitales und vielfältiges Kulturleben. Mit der Gründung des Österreichischen Kulturforums Belgrad im Dezember 2001 erhielten die bilateralen Beziehungen dazu neue Impulse. Dies zeigt sich in einem bislang regen und vielfältigen Austausch, zu dem auch die in Österreich lebenden Serben sowie österreichische Staatsbürger serbischer Herkunft ihren Beitrag leisten.
Bilaterale Projekte
Informationen über bilaterale Projekte der ADA finden Sie auf der Homepage der Austrian Developement Agency.
