Lepra Programm
Österreichische Unterstützung des Lepra Programms des Souveränen Malteser Ritterordnens in Kambodscha durch WIESENTHAL & CO AG

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Seit langem bildet die Leprahilfe einen der Schwerpunkte der Arbeit des Souveränen Malteser Ritterordens in der Dritten Welt. Durch seine zu diesem Zweck gegründete Spezialorganisation CIOMAL in Genf betreut der Orden das nationale Lepraprogramm in Kambodscha. Leprakranke werden in Kambodscha immer noch stark diskriminiert und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Um die Kranken in den Dörfern zu besuchen und um sie von den Dörfern zur Behandlung in das vom Malteser Ritterorden in Phnom Penh betriebene Leprazentrum zu bringen, wurde dringend ein verlässliches, Fahrzeug benötigt. Nach einem ersten Besuch in Rehabilitationszentrum des Malteser Ritterordnens in Kien Khleang, Nahe Phnom Penh, bemühte sich der österreichische Botschafter in Kambodscha, Johannes Peterlik, seit 2010 einen Sponsor für das dringend benötigte Fahrzeug zu finden. Die sponsern, das nun am 20. Juli 2011 dem Rehabilitationszentrum des Malteser Ritterordens in Kien Khleang von Botschafter Peterlik übergeben werden konnte.
CIOMAL, der Internationale Ausschuss des Malteserordens, ist 1958 gegründet worden. Seit 50 Jahre ist er im Kampf gegen die Lepra und die Ausgrenzung der Leprakranken engagiert. Eines der bedeutendsten Projekte ist jenes in Kien Khleang / Kambodscha. CIOMAL Kambodscha (http://ciomal.ch/pages_en/activites_lepre_cambodge.thml) finanziert und betreibt die Pflegeeinrichtung in Kien Khleang / Kambodscha, in der die Vorbeugung, die ärztliche Versorgung, die soziale Rehabilitation und die medizinische Ausbildung in enger Zusammenarbeit mit den amtlichen Einrichtungen Kambodschas erfolgen. Dank neuer Medikamente konnetn inzwischen entscheidende Fortschritte im Kampf gegen diese Krankheit erzielt werden. Allein 2010 konnten 250 Personen in Kien Khleang erfolgreich geheilt werden. Allein 2010 konnten 250 Personen in Kein Khleang erfolgreich geheilt werden, 360 Patienten haben eine Physiotherapie gemacht und 114 Personen wurden chirurgisch rehabilitiert. CIOMAL - mit Sitz in Genf - gehört der Internationalen Förderation der Vereinigungen zur Bekämpfung der Lepra an und arbeitet eng mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen, nach deren Direktiven es seine Projekte ausrichtet.
Die Fahrzeugspende der österreichischen Firma Wiesenthal & CO AG ist auch im Zusammenhang mit dem von 28. Nov. - 2. Dez. 2011 in Kambodscha stattfindenden 3. Treffen der Vertragsstaaten der Ottawa Konvention zur Ächtung von Antipersonen Minen in Phnom Penh zu verstehen. Da die 1999 in Kraft getretene "Ottawa-Konvention" im Wesentlichen auf einem österreichischen Entwurf basiert, hat sich WIESENTAHL & CO AG entschlossen, angesichts dieses wichtigen Treffens im Jahr 2011 ein Sozialprojekt zur Bewussteinsbildung und Rehabilitation von Leprakranken in Kambodscha zu unterstützen und flakiert damit die von der österreichischen Außenpolitik unterstützen Programme zur Bewussteinsbildung und Rehabilitation von Minenopfern in Kambodscha. Bekanntlich setzt sich Österreich in internationalen Foren konsequent für möglichst hohe und umfassende Standards bei der Opferhlfe ein. Dieses Engagement kann auch in der unter österreichischem Vorsitz im November 2009 im UNO-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 1894 zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten zum Ausdruck.
Die "Ottawa-Konvention" wurde 1997 in Ottawa beschlossen und trat 1999 in Kraft. Sie verbietet den Einsatz, die Produktion, den Transfer und Handel von Antipersonenminen. Darüber hinaus sind die Vertragsstaaten zur Räumung der verminten Gebiete innerhalb von zehn Jahren und zur Vernichtung der gelagerten Minenbestände innerhalb von vier Jahren sowie zur Hilfe für Minenopfer verpflichtet. Im Jahr 2004 fand unter österreichischem Vorsitz in Nairobi/Kenia die Erste Überprüfungskonferenz der Ottawa-Konvention statt. Die Konferenz zog eine weitgehend positive Bilanz über die Umsetzung des Totalverbots von Antipersonenminen seit 2009 fand in Cartagena/Kolumbien die Zweite Überprüfungskonferenz der Ottawa-Konvention statt. 156 Staaten sin die Konvention seit 1997 beigetreten. Diese Universalisierung stellt einen Rekord für außerhalb des Rahmens der Vereinten Nationen beschlossene völkerrechtliche Verträge dar. Der Großteil der am stärksten unter der Minenplage leidenden Staaten wie Afghanistan, Angola, Kambodscha, Mozambique, Bosnien-Herzegowina und Nicaragua sind der Konvention beigetreten. Österreich verfügt seit 1998 über eine Minenaktionsprogramm für die Minenräumung, die Ausbildung zur Entminung sowie für Programme zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Minenopfern. Allein im Jahr 2008 wurden Projekte im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro finanziert.
