Austellungseröffnung "Mein Vater und Ich" in Yozgat
Rede von Botschafterin Heidemaria Gürer
Sehr geehrter Herr Gouverneur!
Sehr geehrte Herren Bürgermeister!
Sehr geehrter Herr Honorarkonsul!
Sehr geehrter Herr Emir!
Werte österreichische und türkische Gäste!
Es ist eine besondere Freude für mich, dass wir heute hier in Yozgat die Ausstellung „Babam ve ben“ in Anwesenheit des Künstlers Mehmet Emir vorstellen können. Wie Sie wissen, ist Yozgat jene Provinz der Türkei, aus dem prozentmäßig die größte Migration nach Österreich, insbesondere Wien, stattfand. Es gibt in Wien nicht nur einen Yozgat-Verein, sondern sogar Vereine der einzelnen Bezirke von denen ich heute vormittags einige Besuchen konnte. Es freut mich daher auch besonders, dass einige aus Akdagmadeni auch persönlich bei unserer Ausstellungseröffnung anwesend sind.
Ich konnte mich im Rahmen meines letzten Besuches in Yozgat und auch heute davon überzeugen, welchen gegenseitigen Einfluss diese Migrationsströme auf unsere beiden Wirtschaften genommen haben. Hier in der Provinz Yozgat ist wohl jeder stolz auf die von den nach Österreich emigrierten und teilweise auch wieder zurückgekehrten errichteten Wohnhäuser österreichischen Stils.
Die heutige Ausstellung soll uns die oftmals zwiespältigen Gefühle der MigrantInnen aufzeigen, die zwischen sich „rosig“ darstellenden Schwierigkeiten des Lebens in der Fremde und der oftmals tatsächlichen schwarz-weiß-Realität schwanken.
Es freut mich auch besonders, dass unser Honorarkonsul aus Kayseri heute anwesend ist. Auch er ging als Gastarbeiter nach Österreich, ließ sich dort ausbilden und kehrte als Unternehmer und Honrarkonsul zurück- jetzt entwickelt er das Skigebiet in Kayseri.
Österreich ist sich des Beitrages, den MigrantInnen aus den verschiedensten Teilen Europas und darüber hinaus zur österr. Wirtschaft geleistet haben, bewusst, und stellte sich auch den oftmals schwierigen damit in Verbindung stehenden Realitäten. Die letzte Woche erfolgte Gründung eines Staatssekretariats für Integrationsfragen ist ein Beweis dafür.
Ich hoffe, dass Sie die Ausstellung mit dem nötigen Verständnis und Hintergrundwissen betrachten und sie ein kleiner Beitrag zur Aufarbeitung unserer bilateralen Migrationsgeschichte ist.
Ich darf mich abschließend bei Herrn Mehmet Emir bedanken, dass er persönlich zur Eröffnung seiner Ausstellung nach Yozgat gekommen ist. Ebenso bedanke ich mich beim Bürgermeister der Stadt und seinem Team für die Unterstützung bei der Durchführung der Ausstellung.
