Bilaterale Beziehungen
Die bilateralen Beziehungen mit Uganda sind vor allem von den Aktivitäten der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geprägt. Österreich nimmt aber auch aktiv am politischen Dialog mit der Regierung in Uganda im Kontext der EU und anderer Partnerstaaten teil.
Uganda ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA), die sich am ugandischen Programm zur Armutsbekämpfung orientiert. Die österreichischen Schwerpunktsektoren sind Wasserversorgung und Siedlungshygiene sowie Justiz, Recht und Frieden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Wiederaufbau des Nordens des Landes nach der langen Zeit der Konfliktsituation. Programme österreichischer NGOs wie Horizont 3000 und CARE sowie Förderungen wirtschaftlicher Zusammenarbeit ergänzen die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit. Im Jahr 2010 erreichten die finanziellen ODA-Leistungen nach Uganda eine Höhe von rund 10 Millionen EUR.
Seit Jänner 2012 gehört Uganda in den Betreuungsbereich der ÖB Addis Abeba. Für Österreich zuständig ist die Botschaft der Republik Uganda in Berlin.
Enge Kontakte wurden bereits geknüpft, als Oppositionspolitiker, die später unter dem jetzigen Staatspräsidenten Museveni Regierungsmitglieder wurden, politisches Asyl in Österreich gewährt worden war. So wurde das „10-Punkte-Programm“ des National Resistance Movement in Niederösterreich erarbeitet. 1987 wurde die „Plattform Österreich-Uganda“ gegründet. Es folgte eine Vielzahl bilateraler Besuche.
Im Kultursektor gibt es seit ca. 10 Jahren regelmäßige Auftritte ugandischer KünstlerInnen in Österreich. Österreich finanzierte auch das Kulturzentrum Ndere. Österreich hat sich zudem in den letzten Jahren beim jährlichen Bayimba International Festival of the Arts in der Hauptstadt Kampala beteiligt.
