Wirtschaft
Wirtschaft: Stand 2012
Djibouti gehört jedoch weiterhin zu den sog. least developed low-income food deficit countries. Vor allem für junge Menschen gibt es derzeit nur wenige Jobaussichten. Aus diesem Grund wurde 2010 von Präsident Guelleh die sog. Nationale Initiative für soziale Entwicklung mit dem primären Fokus auf Armutsreduzierung initiiert, welche mit Hilfe von externer Donorunterstützung effektiv umgesetzt werden soll.
Die Übernahme des Hafens von Djibouti durch Dubai World (vormals Dubai Ports International; DPI) erfolgte im Jahre 2000 für eine zwanzigjährige Periode. Diese Übernahme führte zu einer wesentlichen Steigerung des Einflusses Dubais bzw. generell der arabischen Staaten in Djibouti. Während der Einfluss Frankreichs und der französischen Sprache laufend zurückgeht, führt die Präsenz Dubais und der USA zu einer rasch anwachsenden Bedeutung der arabischen und englischen Sprache.
Im 2011 UN Human Development Indexnimmt Djibouti unter 187 Staaten den 165. Platz ein (-18 im Vergleich zum Vorjahr 2010).
Djibouti zählt zu den AKP-Staaten und wird im Rahmen des 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF; 2008 bis 2013) unterstützt. Schwerpunkte des EU-Engagements sind hier vor allem der Wasser- und Sanitärbereich sowie makroökonomische Unterstützung. Seit Mai 2011 importiert Djibouti kostengünstigen Strom aus der Wasserkrafterzeugung in Äthiopien. Dieses Projekt wurde von der EK ebenfalls mit einer Gesamtsumme von 12 Mio. EUR unterstützt. Die EU stellt zudem insgesamt EUR 24,9 Mio. als Infrastrukturhilfe zur Verfügung, wobei das Engagement Chinas besonders im Infrastrukturbereich immer mehr im anwachsen begriffen ist.
Neben Somalia, Kenia, Eritrea und Teilen Äthiopiens leidet Djibouti bereits seit Jahren unter einer anhaltenden Dürreperiode, die an die 120.000 nomadische Bauern in ihrer Existenzgrundlage bedroht, im VN-Jargon eine "forgotten emergency".
Das Handelsvolumen Österreichs mit Dschibuti ist sehr gering. Nach Djibouti exportiert werden vor allem Tabakwaren, Schnittholz, Pumpen und Getränke.
Der bilaterale Außenhandel mit Djibouti ist sehr gering. Im Zeitraum Jänner bis Dezember 2012 (Stand: April 2013) betrug die Einfuhr lediglich 2.271 EUR, das Ausfuhrvolumen hingegen lag bei 899.709 EUR (Zahlen stammen vom AußenwirtschaftsCenter Kairo).
Nach Djibouti exportiert werden vor allem Tabakwaren, Schnittholz, Pumpen und Getränke.
