Internationale Organisation der Frankophonie
29.11.2004
Rede von Botschafter Dr. Emil Brix
aus
Anlass der Verleihung des Beobachterstatus
in der Internationalen Organisation der Frankophonie
Palais Clam-Gallas
Wien, am 29. November 2004
Sehr verehrte Frau Botschafterin,
Exzellenzen,
Meine Damen und Herren!
Die nun offizielle Kooperation Österreichs mit der Frankophonie ist für uns ein Tag der Freude. Als Leiter der kulturpolitischen Sektion des österreichischen Außenministeriums, danke ich Ihnen, Herr Botschafter Catta, für die uns hier im Palais Clam-Gallas gewährte Gastfreundschaft und allen Kollegen der frankophonen Länder für die Bereitschaft, Österreich in der Internationalen Organisation der Frankophonie den Beobachterstatus einzuräumen.
Die Beziehungen Österreichs mit der Familie der Frankophonie werden sich aufs engste gestalten – dessen bin ich sicher – setzt sich doch die Organisation der Frankophonie nach Kräften für die kulturelle Vielfalt ein, darüber hinaus aber auch für Demokratie, Freiheit und den Abbau der gegenwärtig noch zu verzeichnenden Defizite im Bereich der Gleichbehandlung. Die uns gemeinsamen Werte sind eine Verpflichtung zur aktiven Wahrnehmung unseres Beobachterstatus vor allem im Hinblick auf die Zusammenarbeit im Rahmen der Einrichtungen und Instrumente der Frankophonie, die im Nord-Süd-Dialog für eine nachhaltige Entwicklungspolitik agieren.
Österreich besitzt eine lange Tradition kultureller und sprachlicher Vielfalt aus der Mitteleuropa zu einer Region der Aufgeschlossenheit für die Förderung der französischen Sprache und die Unterstützung der Idee des Pluralismus als europäische Perspektive wachsen konnte. Ich denke, dass Österreich in Zusammenarbeit mit seinen Nachbarländern der Welt der Frankophonie durchaus zusätzliche positive Perspektiven für die Entwicklung der Vielsprachigkeit zu eröffnen imstande ist.
Es ist unsere Hoffnung, dass der Generalsekretär Ihrer Internationalen Organisation, Abdou Diouf, die Einladung unserer Frau Außenministerin zur Präsentation der Frankophonie in der Diplomatischen Akademie im Jahr 2005 annehmen kann.
Nochmals einen herzlichen Dank an die Internationale Organisation der Frankophonie und an Sie alle, die sie dem Wunsch meines Landes auf Beteiligung an der "Frankophonie" so positiv aufgenommen und stattgegeben haben.
