Ferrero-Waldner bei der Irak-Benefiz Veranstaltung
19.11.2003
Begrüßung durch die Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Sehr geehrter Herr Kollege, lieber Dimitrij Rupel!
Liebe Marijatica Rupel!
Sehr geehrter Herr Altbundespräsident Waldheim!
Durchlaucht, Fürstin von Liechtenstein!
Liebe Maria Rauch-Kallat!
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Botschafter Dr. Touq!
Sehr geehrte Frau Dr. Frankl! Exzellenzen!
Liebe Vera Russwurm!
Meine sehr geehrten Damen und Herren!
Zunächst möchte ich Sie in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn recht herzlich bei unserem Gala-Abend begrüßen, dessen Reinerlös den durch den Krieg geschädigten und traumatisierten Kindern im Irak zugute kommen wird.
Ich möchte mit zwei Aussagen beginnen, die aus verschiedenen Kulturkreisen stammen und die Bedeutung der Wohltätigkeit belegen.
Die erste stammt von Thomas von Aquin, der sagte: "Der Mensch braucht für sein Seelenheil drei Dinge: das Wissen, woran er glauben soll, das Wissen, was er begehren soll und das Wissen, was er tun soll".
Die zweite ist von niemandem Geringerem als dem Propheten Mohammed, der lehrte, dass jede gute Tat Wohltätigkeit ist. Der wahre Wert eines Menschen würde dereinst daran gemessen, wie er in dieser Welt seinen Mitmenschen begegnet sei.
Gemeinnützigkeit und Wohltätigkeit sind in allen Kulturen, in allen Religionen wichtig. Tatsächlich kann uns Wohltätigkeit dabei helfen, die Barrieren zwischen Kulturen zu überwinden und einen Geist des gegenseitigen Verstehens und der Freundschaft zu schaffen.
Ich danke Slowenien und dem Haschemitischen Königreich Jordanien dafür, dass sie Teil eines wichtigen Projektes sind, nämlich ein Traumazentrum für kriegsgeschädigte irakische Kinder bei Bagdad zu errichten. Ich danke Dir, Dimitrij, und Dir, Marjetica, dass Ihr persönlich nach Wien gekommen seid, um heute bei uns zu sein und uns beim "fund-raising" für dieses Projekt zu helfen.
Ich danke dem jordanischen Botschafter, S.E. Dr. Touq, für seine Hilfe vom ersten Augenblick an. Vielen Dank an Frau Dr. Eleonora Frankl und an Vera Russwurm, dass sie heute mit dabei sind. Ganz besonders danke ich Dir, liebe Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat, für Deine Unterstützung der Hilfsprojekte zugunsten der irakischen Kinder. Danke auch an Landeshauptmann Dr. Haider für seine Mitwirkung. Danke Ihnen allen für Ihre heutige Präsens. Danke an die Vertreter der Bundesländer, der Interessensvertretungen, den Unternehmen.
In jeder Krise, bei jedem Konflikt leiden Menschen. Es sind aber die Ärmsten der Armen, junge Mädchen und Buben, die ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen werden und die in besonderem Maße unsere Unterstützung brauchen. Und es freut mich sagen zu können: Hilfe ist unterwegs für die Kinder im Irak. Ich bin zuversichtlich, dass das Trauma-Zentrum für irakische Kinder bald funktionstüchtig sein und diesen Kindern Linderung bringen wird, tapfere Kinder, die darum kämpfen, die mentalen Wunden, die sie sehr häufig zusätzlich zu den körperlichen Wunden ertragen müssen, zu überwinden.
Wien ist ein guter Ort, um ein solches Projekt zu beginnen. Nicht nur hat Österreich eine lange humanitäre Tradition, sondern - seit Sigmund Freud und Viktor Frankl - eine medizinische Tradition, die einen großen Schwerpunkt auf die Heilung der menschlichen Psyche legt.
Slowenien und Jordanien ihrerseits verfügen über reiche Erfahrung bei der Behandlung kriegstraumatisierter Kinder, im besonderen durch die weithin anerkannte "Together Foundation" in Ljubljana und die großartige "Jordan River Foundation" in Amman. Es scheint mir also, dass sich gerade die richtigen Länder zusammengefunden haben, um dieses Projekt zu betreiben.
Sie, meine Damen und Herren, legen heute Zeugnis davon ab, dass wir im Sinne von Thomas von Aquin wissen, was wir tun müssen: HELFEN!
Dafür danke ich Ihnen aus ganzem Herzen!
Meinen besonderen Dank möchte ich der Agentur Ogilvy mit Frau Sassmann und Herrn Slupetzky sowie unserem heutigen Hauptsponsor A1 mit Dr. Boris Nemsic aussprechen, die maßgeblich zum guten Gelingen des heutigen Abends beigetragen haben.
Ich darf jetzt meiner geschätzten Kollegin, der Bundesministerin für Gesundheit und Frauenfragen, Maria Rauch-Kallat, das Wort erteilen, um Sie ihrerseits willkommen zu heißen.
Danke!

