Außenminister Spindelegger verurteilt jüngste Hinrichtungen in Gambia
Wien, 30. August 2012 – „Ich verurteile die vor wenigen Tagen durchgeführten und nunmehr bestätigten Hinrichtungen von neun zum Tode Verurteilten in Gambia und fordere die gambische Regierung dringend auf, von weiteren Exekutionen abzusehen“, so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger.
„Dieser Schritt ist besonders bedauerlich, da Gambia damit einer mehrere Jahrzehnte dauernden Praxis ein Ende gesetzt hat, wonach Todesstrafen nicht mehr vollstreckt wurden“, so der Minister weiter.
Die letzte Hinrichtung in Gambia liegt etwa 30 Jahre zurück, in der Vorwoche kündigte jedoch Präsident Jammeh völlig überraschend und ohne weitere Begründung an, dass bis Mitte September alle Todeskandidaten in gambischen Gefängnissen hingerichtet werden. Unter den neun Ende August Hingerichteten befinden sich offenbar auch drei wegen eines angeblichen Putschversuches Verurteilte.
„Österreich und die EU lehnen die Todesstrafe aus grundsätzlichen Erwägungen ohne Wenn und Aber ab. Ich hoffe, dass die gambische Regierung auf die zahlreichen internationalen Appelle reagieren und keine weiteren Hinrichtungen mehr durchführen lassen wird,“ so Spindelegger abschließend.
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