APA: Spindelegger beriet mit EU-Kommissarin Georgiewa über Syrien
Außenminister: Ungehinderter Zugang zu Menschen in Not in Syrien unerlässlich
Wien (APA) - "Ungehinderter humanitärer Zugang zu Menschen in Not in Syrien ist unerlässlich", betonte Vizekanzler Außenminister Michael Spindelegger (V) am Donnerstag im Gespräch mit der EU-Kommissarin für Humanitäre Hilfe, Kristalina Georgiewa, in Wien. "Menschlichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität müssen oberste Prinzipien der humanitären Hilfe bleiben", so Spindelegger laut einer Aussendung des Außenministeriums. "Ich bin der Kommissarin sehr dankbar, dass sie diese Botschaft dem UN-Sondervermittler Kofi Annan für die laufenden Verhandlungen in Damaskus mitgegeben hat".
Die Internationale Gemeinschaft setzt sich seit Beginn der Krise in Syrien für die Schaffung von Korridoren für humanitäre Hilfe ein, allerdings konnten diese bisher noch nicht errichtet werden. Die Zahl an Übergriffen auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in Syrien seien besorgniserregend hoch, heißt es in der Aussendung weiter.
Die EU-Kommissarin machte laut Außenministerium auch auf die Verschlechterung der Lage in anderen Regionen aufmerksam. So litten im Jemen schon jetzt eine Million Kinder an Unterernährung. Die Europäische Kommission stellte bisher fünf Millionen Euro für die sich abzeichnende Hungerkrise bereit. Auch die Situation in der Sahelzone und insbesondere in Mali erfordere verstärkte Aufmerksamkeit. Georgiewa warnte vor einer humanitären Katastrophe aufgrund von Ernteausfällen, von der mehr als 15 Millionen Menschen betroffen sein könnten. Fünf Staaten der Region hätten bereits den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten, wie es in der Aussendung weiter heißt.
"Hilfe rasch zu den betroffenen Menschen in der Region zu bringen ist im Moment die höchste Priorität", betonte Spindelegger. Österreich hat 1,5 Millionen Euro für den Sahelgürtel bereitgestellt. Die Europäische Kommission konnte 123 Millionen Euro für die Sahelzone mobilisieren.
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APA0557 2012-05-31/17:46
