Spindelegger zum Rücktritt des jemenitischen Präsidenten
Wien, 25. November 2011 – „Präsident Saleh hat das Richtige getan und endlich seinen Rücktritt erklärt. Das ist ein erster Schritt zur Lösung der politischen Krise im Jemen und zur Einleitung der dringend notwendigen Reformen der Verwaltung und der Wirtschaft des Landes“, erklärte heute Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zur Unterzeichnung des Abkommens zur Machtübergabe durch den jemenitischen Staatschef Ali Abdullah Saleh.
„Die Menschen im Jemen haben sich mit großem Einsatz für ihre demokratischen Rechte eingesetzt und für dieses Ziel einen hohen Blutzoll entrichtet. Ihre Erwartungen dürfen nun nicht enttäuscht werden. Es ist daher entscheidend, dass alle politischen Akteure auf weitere Gewalt verzichten und zum Wohle des Landes und der Menschen konstruktiv zusammen arbeiten“, so Spindelegger weiter.
Der Außenminister hob insbesondere die Bemühungen der Mitglieder des Golfkooperationsrats für einen geordneten Machtwechsel im Jemen hervor. „Auch ihnen gegenüber sind die politischen Kräfte im Land jetzt in der Pflicht, den friedlichen Aufbau zügig und konzentriert in Angriff zu nehmen. Die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft darf auch nach dem Machtwechsel nicht nachlassen“, so Spindelegger. Österreich sei bereit, so der Außenminister, im Rahmen der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, den Jemen zu unterstützen und seinen Beitrag zu leisten.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
Email: abti3(at)bmeia.gv.at
