Spindelegger: „Spirale der Gewalt zwischen Sudan und Südsudan muss beendet werden“
Klar dokumentierter Friedenswille als Voraussetzung für internationale Unterstützung
Wien, am 9.Dezember 2011 - „Berichte über die sich immer schneller drehende Gewaltspirale im Sudan und steigende Zahlen ziviler Opfer lassen Zweifel am Friedenswillen der verantwortlichen Politiker aufkommen“, zeigte sich Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger besorgt über die Spannungen an der Grenze des Sudan zum Südsudan. Spindelegger forderte die Regierungen in Khartum und Juba auf, die Hoffnung der Menschen auf eine Zukunft in Frieden nicht zu zerstören. „Ich appelliere an beide Staaten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ohne Verzögerung die Gespräche unter der Leitung von Präsident Mbeki fortzusetzen“, so der Vizekanzler.
Scharfe Kritik äußerte Spindelegger an der Entscheidung der verantwortlichen Politiker, den humanitären Hilfsorganisationen nach wie vor den Zugang zu notleidenden Menschen in den umkämpften Gebieten, insbesondere in den Regionen Südkordofan und Blue Nile, zu verwehren. „Dies ist menschenverachtend und verschärft die Situation der notleidenden Bevölkerung noch weiter.“
Ein ernsthafter Friedenswille der führenden Politiker müsse sich darin äußern, am Verhandlungstisch zu Ergebnissen zu gelangen, anstatt nach gewaltsamen Lösungen zu suchen, so Spindelegger. „Die Bereitschaft, offene Fragen friedlich auf dem Verhandlungsweg zu lösen, ist entscheidend für die Bereitschaft der internationalen Gemeinschaft, ein Land weiter zu unterstützen“ unterstrich der Außenminister abschließend.
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