Spindelegger: "Nord- und Südsudan müssen Zusammenarbeit für Frieden fortsetzen"
Außenminister Michael Spindelegger fordert deutliches Signal des UN-Sicherheitsrates an den Sudan
New York, 16. November 2010 – Zwei Monate vor dem Unabhängigkeitsreferendum im Südsudan drängte Außenminister Michael Spindelegger in seiner heutigen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat in New York darauf, die Vorbereitung für eine freies und faires Referendum mit Nachdruck voranzutreiben: „Die Zeit bis zum 9. Jänner wird knapp. Drängende Probleme, wie die Grenzziehung, die Aufteilung der Öl-Einnahmen und die Frage der Staatsbürgerschaft müssen noch vor der Abstimmung geklärt werden. Eines ist klar, wie auch immer das Referendum ausgeht, der Wille der Bevölkerung muss auch tatsächlich umgesetzt werden.“
Der Außenminister forderte damit ein deutliches Signal des UN-Sicherheitsrates an den Sudan: „Für das sudanesische Volk steht alles auf dem Spiel. Ein weiterer Bürgerkrieg könnte einen Dominoeffekt auslösen und die gesamte Region mitreißen. Allen Beteiligten muss klar sein, dass ein neuerliches Blutvergießen unbedingt verhindert werden muss“, so Spindelegger weiter.
Bereits im September dieses Jahres hatte Außenminister Spindelegger im Rahmen eines hochrangigen Gipfeltreffens zum Sudan, an dem unter anderem auch Präsident Barack Obama teilnahm, seinen Gesprächspartnern Österreichs Unterstützung angeboten: „Der Nord- und Südsudan haben unser Angebot, in der Vorbereitung des Referendums durch rechtliche Expertise zu helfen, angenommen. Im Zuge der Sudan-Konferenz vergangene Woche in Wien, an der sich Vertreter beider Seiten um einen Tisch versammelten, wurde deutlich, dass in einem entscheidenden Punkt Konsens herrscht: Andauernder Frieden und Sicherheit für die Menschen der Region kann es nur dann geben, wenn die Zusammenarbeit beider Seiten auch nach dem Referendum fortgesetzt wird. Der Nord- und Südsudan sind auch in Zukunft aufeinander angewiesen.“, so Spindelegger abschließend.
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