Spindelegger: „Internationales Potential von Frauen voll nützen“
10 Jahre Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“
Wien, 19. Oktober 2010 – „Frauen und Mädchen sind die Hauptleidtragenden in bewaffneten Konflikten, ob im Ostkongo oder Darfur. Deshalb fordert Österreich im UNO-Sicherheitsrat, den Schutz der Zivilbevölkerung systematisch in alle Mandate von internationalen Friedensmissionen aufzunehmen. Das zehnjährige Jubiläum der Resolution 1325 zur Rolle und zum Schutz von Frauen in Konfliktsituationen sollte nicht nur dazu genützt werden, Bilanz zu ziehen, sondern vor allem um konkrete Maßnahmen für die Zukunft zu setzen“, so Außenminister Michael Spindelegger im Rahmen der heutigen Abendveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der UN-Resolution „Frauen, Frieden und Sicherheit“.
Die Resolution 1325 war ein Meilenstein für die internationalen Frauenrechte und den Schutz von Frauen. Dennoch bestehen auch nach zehn Jahren bei der Umsetzung dieser Resolution nach wie vor große Lücken: „Die schockierenden Massenvergewaltigungen in Ost-Kongo und die anhaltenden brutalen Angriffe auf humanitäre Helfer etwa im Tschad machen deutlich, dass wir noch lange nicht an unserem Ziel angekommen sind, sondern unsere Bemühungen verdoppeln müssen“, betonte der Außenminister.
Hierbei gelte es Frauenanliegen in allen Aspekten der internationalen Friedensbemühungen zu berücksichtigen. „Die Situation und die Bedürfnisse von Frauen müssen einen integralen Teil der täglichen Arbeit des Sicherheitsrats darstellen. Sie müssen konsequent und systematisch in seinen Beratungen sowie in den Mandaten von friedenserhaltenden Operationen der UNO berücksichtigt werden", so Spindelegger und führte fort: „Es wäre kurzsichtig, das Potential von Frauen nicht voll zu nützen. Ihre Fähigkeiten zur Konfliktlösung, aber auch in der Opferbetreuung, sind für erfolgreiche Friedenseinsätze essentiell. Österreich wird sich daher auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Frauen verstärkt in Friedensprozesse eingebunden werden und führende Rollen übernehmen können.“
Konfliktprävention und Friedenssicherung ist auch einer der Schwerpunkte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. So hat Österreich, als eines der ersten Länder, einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution 1325 entworfen, welcher unter anderem auch ein Programm von CARE Österreich fördert, das Frauen in früheren Konfliktsituationen in Uganda, Burundi und Nepal unterstützt.
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