Spindelegger: „Interkultureller Dialog braucht regionale und lokale Verankerung“
Außenminister beim Treffen der Allianz der Zivilisationen in New York
New York, 24. September 2010 – „Ein Dialog auf Augenhöhe, der die Vielfalt unserer globalisierten und vernetzen Gesellschaften anerkennt, ist und bleibt das wirksamste Mittel für Konfliktmanagement, Verständigung und sozialen Zusammenhalt. Die ‚Allianz der Zivilisationen’ stellt sich dieser Herausforderung und leistet als bedeutende Plattform interkulturellen Dialogs einen essentiellen Beitrag zum wechselseitigen Verständnis der Völker und Kulturen“, so Außenminister Michael Spindelegger, anlässlich des Außenministertreffens der Mitglieder der „Allianz der Zivilisationen“ im Rahmen der Generalversammlung der UNO in New York. Der Außenminister bekräftigte die österreichische Zusage, das Jahresforum der Allianz der Zivilisationen 2013 in Wien abzuhalten.
Spindelegger unterstrich in diesem Zusammenhang das besondere Engagement Österreichs in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. So sei etwa die Donauraumstrategie ein Beispiel eines makroregionalen Ansatzes, der Länder mit ähnlichen Profilen und Herausforderungen enger miteinander vernetzen und zu effektiveren Problemlösungen führen soll. „Auch hier stellt der Dialog ein zentrales Element dar, um Spannungen und Konflikte zu lösen und gemeinsam neue politische, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Perspektiven für die Region zu entwickeln.“
Neben Menschenrechten, Pluralismus und der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zählt die Förderung der Partizipation junger Menschen zu den Schwerpunkten Österreichs im Dialog. „Für Österreich und Europa bleibt dabei die Integration und Partizipation der Muslimen eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre“, so der Außenminister, der dabei auf erfolgreiche Initiativen Österreichs verwies, darunter den Universitätslehrgang der islamischen Religionspädagogik zur Ausbildung von islamischen Religionslehrern und Imamen, die landeskundlichen Schulungen türkischer Imame durch das Außenministerium oder die Konferenz Europäischer Imame und SeelsorgerInnen, die dieses Jahr im Mai bereits zum dritten Mal in Wien abgehalten wurde.
„Wollen wir diesen Dialog nachhaltig gestalten und breite Gesellschaftskreise erreichen, muss es uns allerdings auch gelingen, innovative Formen der Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu entwickeln“, unterstrich der Außenminister. Spindelegger verwies als Beispiel auf das erste „Arab-European Young Leaders Forum“, das das Außenministerium gemeinsam mit der Liga der Arabischen Staaten, der BMW Herbert Quandt Stiftung und des OPEC-Funds für Internationale Entwicklung Ende November in Wien durchführen wird.
Abschließend betonte Spindelegger auch den Dialog als Instrument zur Förderung des besseren Verständnisses für die Bedeutung der Menschenrechte und warb um Unterstützung der österreichischen Kandidatur für einen Sitz im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011- 2014.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Mag. Alexander Schallenberg
Pressesprecher des Außenministers
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3265
Fax: ++43 (1) 535 50 91
mailto:kabbm(at)bmeia.gv.at
