Spindelegger: „Gewalt und Unterdrückung der Frauen international ächten“
Außenminister zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Wien, 25. November 2010 – „Wir haben die vergangenen zwei Jahre unserer Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen insbesondere auch dafür genützt, die Umsetzung der Resolution 1325 „Frauen, Friede, Sicherheit“ und ihrer Nachfolgeresolutionen voranzutreiben. Darin fordern wir nicht nur den Schutz von Frauen während und nach Kriegen, sondern auch deren aktive Beteiligung an Friedensprozessen und Nachkriegs-Staatenbildung“, so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2010.
Als eines der ersten Länder hat Österreich bereits 2007 einen Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution 1325 verabschiedet, welcher konkrete Projekte zur Unterstützung von Frauen umfasst. So werden - beispielsweise in Nord-Uganda - gezielt Frauen geschult, die als gewählte Vertreterinnen oder als technische Fachkräfte die lokale Politik und Verwaltung mitgestalten möchten. „Frauen stellen 50 Prozent unserer Gesellschaften. Friede, Sicherheit und Fortschritt sind auf Dauer nicht möglich, wenn die Hälfte der Gesellschaft ausgeblendet wird. Frauen müssen überall auf der Welt frei von Gewalt und Unterdrückung ihren Lebensweg selbst bestimmen und an politischen Entscheidungen teilhaben können“, so der Außenminister weiter. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist daher ein Grundprinzip der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, das sich durch alle Maßnahmen zieht.
„In den vergangenen zehn Jahren hat sich auf internationaler Ebene viel getan, um Frauen zu ihren Rechten zu verhelfen. Drei der acht Millenniums-Entwicklungsziele der UNO betreffen Frauen. Österreich wird sich deshalb auch in Zukunft dafür stark machen, dass Frauen gleichberechtigt auf allen Ebenen der Zusammenarbeit zum Zug kommen“, so Spindelegger. Veränderungen erfolgen oft in kleinen Schritten. So informieren etwa in Albanien speziell ausgebildete Personen mit österreichischer Unterstützung in den Gemeindeämtern über geeignete Maßnahmen, um Frauendiskriminierung zu verhindern, häusliche Gewalt zu unterbinden und den Opfern zu helfen. Seit zwei Jahren gibt es nun auch in Albanien ein Gesetz zur Gleichstellung der Geschlechter.
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