"Sofortige Freilassung iranischer Menschenrechtsverteidigerinnen
Plassnik fordert vom Iran Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen
Wien, 09. September 2010 - "Ich bin bestürzt, dass die engagierte Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Shiva Nazar Ahari mit einer Verurteilung zum Tod bedroht ist." erklärte Ursula Plassnik, die Sonderbeauftragte des Außenministeriums für internationale Frauenfragen und Abgeordnete zum Nationalrat zum bevorstehenden Gerichtsurteil für Shiva Nazar Ahari.
Die Gerichtsverhandlung der 26-jährigen Menschenrechtsaktivistin Ahari, die sich in besonderer Weise für die Rechte von Gefangenen, Flüchtlingen, Frauen und Kindern im Iran einsetzt, fand am 3. September 2010 in Teheran statt. Das Urteil soll in Kürze verkündet werden.
Ahari, die Gründungsmitglied einer Internetplattform ist, die über Menschenrechtsverletzungen im Iran berichtet, wird seit Dezember letzten Jahres im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Sie ist unter anderem wegen "Mohabereh" ("Waffenaufnahme" gegen Gott) angeklagt, auf welches die Todesstrafe steht.
"Der Iran ist aufgefordert, seine internationalen Verpflichtungen nach dem Pakt über bürgerliche und politische Rechte einzuhalten. Dazu zählen auch das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie ein zügiges und faires Gerichtsverfahren. Das iranische Regime wird die Stimmen der Iranerinnen mit noch mehr Gewalt und Unterdrückung nicht zum Schweigen bringen. Das ist aussichtslos", so Plassnik.
"Ich rufe die iranischen Behörden auf, Shiva Nazar Ahari sowie die anderen sich in Gefangenschaft befindlichen mutigen MenschenrechtsaktivistInnen, die nur von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht haben, unverzüglich freizulassen" so Plassnik.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550Fax: ++43 (0) 50 1159-213
mailto:abti3(at)bmeia.gv.at
