Diskussionsrunde mit Dr. Wolfgang Schüssel und Joschka Fischer zum Thema „wie geht es weiter mit der EU?“
Bundeskanzler a.D Dr. Wolfgang Schüssel und Bundesaußenminister a.D. Joschka Fischer diskutierten über Zukunftsfragen der EU im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der österreichischen Botschaft
Berlin, am 16. September 2010 – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zu Gast im Politischen Salon“ nahmen Bundeskanzler a.D Dr. Wolfgang Schüssel und Bundesaußenminister a.D. Joschka Fischer gemeinsam auf Einladung des österreichischen Botschafters Dr. Ralph Scheide an einer Podiumsdiskussion im Fritz-Hoess Saal der österreichischen Botschaft teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sabine Adler, Leiterin Hauptstadtstudio Deutschlandradio, sowie von der österreichischen Journalistin Dr. Alexandra Föderl-Schmid, der Chefredakteurin des „Standard“. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Podiumsdiskussion wurde von Deutschlandradio, dem TV-Sender Phoenix sowie dem Österreichischen Rundfunk mitgeschnitten und teilweise noch am selben Tag ausgestrahlt.
Neben Aspekten aus der aktiven Zeit der beiden Diskutanten in der österreichischen bzw. deutschen Politik standen europapolitische Fragen im Mittelpunkt des Podiumsgesprächs. Dabei wurden einerseits die gravierenden politischen Veränderungen beleuchtet, die die Europäische Integration in den letzten Jahrzehnten durchlaufen hat. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausführungen der beiden langjährigen Europapolitiker lag aber auf Europäischen Zukunftsthemen, von der Wirtschafts- und Energiepolitik bis zur demographischen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf Europa. Außenminister a.D. Fischer unterstrich, dass der Minderheitenschutz in Europa zum Kernbestand der europäischen Werte gehöre und die Grundlage des gemeinsamen Europa bilde. Weitgehende Einigkeit bestand darüber, dass die wirtschaftspolitische Koordinierung innerhalb der EU deutlich verstärkt werden müsse, auch wenn dabei, wie Bundeskanzler a.D. Dr. Schüssel unterstrich, das im EU-Recht verankerte Subsidiaritätsprinzip nicht untergraben werden dürfe.
Die Podiumsdiskussion wurde mit zahlreichen Fragen aus dem Publikum abgerundet.
Rückfragehinweis:
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