Spindelegger zum Iran: "Nicht weiter an Eskalationsspirale drehen"
Außenminister zu iranischem Atomprogramm und Führungswechsel in der IAEO
Wien, 1. Dezember 2009 - "Ich freue mich auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der Internationalen Atombehörde unter dem neuen Generaldirektor Yukiya Amano und wünsche ihm viel Erfolg bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Mit Amano tritt ein erfahrener Diplomat und ausgewiesener Experte im Bereich Atom, Abrüstung und Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen an die Spitze der IAEO", so Außenminister Spindelegger anlässlich des Amtsantritts des neuen IAEO-Generaldirektors Yukiya Amano am 1. Dezember.
Spindelegger dankte zugleich dem scheidenden Generaldirektor Mohammed El Baradei für die jahrelange, vertrauensvolle Kooperation: "El Baradei hat mit ruhiger Hand, hohem Sachverstand und einem klaren Blick für das Ganze wesentlich dazu beitragen, die IAEO und damit den Standort Wien als Drehscheibe des internationalen Sicherheitsdialogs zu stärken. Die Atombehörde ist und bleibt ein Eckpfeiler der globalen Sicherheitsarchitektur. Österreich wird nicht zuletzt auch als Sitzstaat seine Unterstützung für die IAEO konsequent fortsetzen."
Der Führungswechsel an der Spitze der IAEO geschehe in Zeiten besonderer Herausforderung, betonte der Außenminister: "Die jüngste Ankündigung des Iran, weitere Urananreicherungsanlagen bauen zu wollen, ist ein herber Rückschlag für unsere Bemühungen um eine Verhandlungslösung. Noch ist unsere Hand zum Dialog ausgestreckt, doch der Geduldsfaden der internationalen Staatengemeinschaft droht zu reißen. Der Iran sollte nicht weiter an der Eskalationsspirale drehen, sondern sich bemühen, rasch konkrete vertrauensbildende Schritte zu setzen."
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