Karl Zemanek: Doyen der österreichischen Völkerrechtler wird 80 Jahre alt
Wien, 26. November 2009 - Der Doyen der österreichischen Völkerrechtler wurde 80. Er stand mehr als die Hälfte seines Lebens, nämlich 44 Jahre lang, dem österreichischen Außenministerium als Rechtskonsulent zur Verfügung.
Bundesminister Spindelegger lud daher zu einem Abendessen in das Außenministerium. Neben dem Jubilar nahmen daran der Präsident des Internationalen Gerichtshofs, Hisashi Owada, der deutsche Richter an diesem Gericht, Bruno Simma, und weitere prominente österreichische und internationale Völkerrechtler teil.
Der Generalsekretär des österreichischen Außenministeriums, Botschafter Hans Kyrle, erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass Karl Zemanek seit 1959 zwölf österreichischen AußenministerInnen, angefangen mit Bruno Kreisky im Jahre 1959, als Berater zur Verfügung stand. Unter den neun Leitern des Völkerrechtsbüros, die Professor Zemanek beriet, fand sich etwa auch der spätere Bundespräsident Rudolf Kirchschläger. Kyrle hob hervor, dass Zemanek während all dieser Jahre insbesondere bei der Auslegung der österreichischen Neutralität als Autorität galt. Er sei zwar Realist, aber unter dem Eindruck der Schrecken der NS-Herrschaft auch immer den Werten im Völkerrecht, besonders der Gerechtigkeit, der Humanität, der Menschenwürde und der internationalen Rechtsstaatlichkeit verbunden geblieben. Dieses Thema ist auch Gegenstand eines Symposiums mit hervorragenden Völkerrechtlern, das am Freitag, den 27. November an der Diplomatischen Akademie zu Ehren Karl Zemaneks stattfindet.
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