Plassnik zur UNO-Wahl: "Beeindruckender Vertrauensbeweis der internationalen Staatengemeinschaft"
"Musterbeispiel für gemeinsame rot-weiß-rote Außenpolitik"
New York, 17. Oktober 2008 – "Österreich hat es geschafft! Wir sind für die nächsten zwei Jahre zu einem der 10 nicht-ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats gewählt worden", betonte Außenministerin Ursula Plassnik aus Anlass der heutigen Entscheidung der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Österreich für die Periode 2009/2010 mit einem Sitz im Sicherheitsrat zu betrauen. Österreich hat gleich im ersten Wahldurchgang mit 133 Stimmen die notwendige 2/3 Mehrheit erreicht. Österreich ist bei dieser Wahl mit der Türkei und Island als Vertreter der nordischen Staaten gegen zwei starke Mitbewerber angetreten. „Gerade auch mit unserem Partner Türkei, der ebenfalls heute in den Sicherheitsrat gewählt wurde, werden wir eng und partnerschaftlich zusammen arbeiten. Die Türkei hat sich gerade in den vergangenen Monaten durch engagierte Vermittlungsinitiativen in ihrer Nachbarschaft - den Nahen Osten sowie den Kaukasus - viel Respekt erworben", so Plassnik.
"Ich danke all jenen Staatenvertretern, die uns bei dieser Wahl das Vertrauen ausgesprochen haben. Sie haben damit ihre Anerkennung für Österreich als verlässlichen, aktiven und verantwortungsvollen Partner der Weltgemeinschaft zum Ausdruck gebracht. Diese Wertschätzung hat sich Österreich über die Jahrzehnte durch seinen Einsatz in den Vereinten Nationen erarbeitet. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen."
"In unserer Arbeit im Sicherheitsrat werden wir jene Prinzipien ins Zentrum stellen, die unser Engagement in der UNO seit jeher kennzeichnen: entschlossenes Eintreten für den Dialog, unbeirrter Einsatz für die Menschenrechte und die Herrschaft des Rechts, nachdrückliche Anstrengungen für Abrüstung und die Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen", ergänzte die Ministerin.
Plassnik: "Wenn wir die Gestaltung der Welt nicht den Großen überlassen wollen, müssen gerade mittlere Staaten wie Österreich bereit sein, konkrete Verantwortung zu übernehmen. In diesem Sinne ist die heutige Entscheidung auch ein Zeichen der Ermutigung für all diejenigen, die sich für Multilateralismus engagieren. Denn nur durch wirksames Miteinander der Staaten können wir gemeinsame Lösungen für die globalen Herausforderungen finden."
Die Ministerin betonte, dass die Kandidatur zum Sicherheitsrat ein parteiübergreifendes österreichisches Vorhaben war: "Ich danke all jenen in Österreich, die sich persönlich seit vielen Monaten für dieses rot-weiß-rote Anliegen eingesetzt haben: allen voran Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Gusenbauer, Vizekanzler Molterer, Staatssekretär Winkler und den anderen Mitgliedern der österreichischen Bundesregierung. Dieser Erfolg ist ein Musterbeispiel für jene gemeinsame Außenpolitik, um die wir uns in Österreich auch künftig gemeinsam bemühen müssen."
"Mein besonderer Dank gilt auch dem weltweiten Netz der österreichischen Diplomatie, die seit Jahren in allen Partnerländern für Österreich geworben hat – allen voran unserem langjährigen UNO-Botschafter Gerhard Pfanzelter und seinem Team in New York und dem politischen Direktor des Außenministeriums und zukünftigen UNO-Botschafter Thomas Mayr-Harting", schloss die Außenministerin.
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