Plassnik: "Frauenanliegen in UNO-Friedensmissionen stärker berücksichtigen"
Gemeinsame Initiative von Außenministerin Ursula Plassnik und US-Außenministerin Rice

- Übergabe eines gemeinsamen Briefes der beiden Außenministerinnen Ursula Plassnik und Condoleezza Rice durch Botschafter Pfanzelter an die stellvertretende UNO-Generalsekretärin Dr. Asha-Rose Migiro.Bild: BMeiA/Nowotny
Wien, 25. November 2008 - "Die aktive und gleichberechtigte Mitarbeit von Frauen an internationalen Friedensmissionen ist auch im 21. Jahrhundert immer noch keine Selbstverständlichkeit. Die konkreten Vorgaben der UNO-Resolutionen 1325 und 1820 müssen auf allen Ebenen noch besser umgesetzt werden. Dafür habe ich mich auch im Rahmen des internationalen Women Leaders Netzwerks mit Nachdruck eingesetzt. Während unserer EU-Präsidentschaft 2006 wurde ein Überprüfungskatalog erarbeitet, der sicherstellt dass frauenspezifische Anliegen in der Vorbereitung und Durchführung von Friedensmissionen stärker berücksichtigt werden. Gemeinsam mit US-Außenministerin Rice habe ich nun UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon vorgeschlagen, dieses Erfolgsmodell auch für UNO-Friedensmissionen zu nutzen", so Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der Übergabe eines gemeinsamen Briefes der beiden Außenministerinnen durch Botschafter Pfanzelter an die stellvertretende UNO-Generalsekretärin Dr. Asha-Rose Migiro.
"UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und seine Stellvertreterin Asha-Rose Migiro sind starke Verbündete in unserem Einsatz für die volle Einbindung von Frauen in die internationale Friedensarbeit und Konfliktlösung", so die Außenministerin. So habe Ban Ki-moon seit dem Wiener Treffen des Women Leaders Netzwerks vom Mai 2007 bereits acht Frauen mit Führungspositionen für Konfliktregionen betraut. Dazu kommen die oberste Juristin der UNO Patricia O’Brien, die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte Navanethem Pillay, die stellvertretende Leiterin der UNO-Polizei Ann-Marie Orler und die österreichische Richterin Renate Winter als Präsidentin des Sondergerichtshofs für Sierra Leone. "Ich hoffe daher, dass Ban Ki-moons auf unseren neuen Vorschlag genauso positiv reagiert und ihn umsetzt."
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