Winkler: "Notwendigkeit eines engen Zusammenspiels zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik"
20.11.2007
Staatssekretär Hans Winkler beim Treffen der Entwicklungsminister
Brüssel, am 20. November 2007 - "Frieden und Stabilität sind eine unverzichtbare Voraussetzung für Entwicklung. Umgekehrt stellt Entwicklung eine notwendige Bedingung für die Nachhaltigkeit von Frieden und Stabilität dar. Mehr als drei Dutzend gewaltsame Konflikte erschüttern gegenwärtig zahlreiche Länder und Regionen. In ihrer Mehrzahl werden sie durch Missstände verursacht, durch regionale Konfliktkonstellationen überlagert und sind durch eine komplexe Struktur und Dynamik gekennzeichnet. Nur übergreifende und differenzierte Lösungsstrategien und ein enges Zusammenspiel von Sicherheits- und Entwicklungspolitik, sowie zwischen den Staaten können hier einen Ausweg bilden" sagte Staatssekretär Hans Winkler beim Treffen der Entwicklungsminister.
"Als ein zentraler strategischer Ansatzpunkt gilt die Wiederherstellung verlässlicher Strukturen in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte. Österreich kann sich mit seinen Erfahrungen hier gut einbringen und will künftig gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen sowie Kinder- und Frauenrechtstrainings forcieren und lokale Friedensinitiativen von Frauen unterstützen" betonte Winkler.
"Gleichzeitig müssen wir uns aber auch fragen, wie die oft lange internationale Präsenz von friedensschaffenden- und erhaltenden Operationen besser für die Entwicklung der betreffenden Region genützt werden kann. Schnellschüsse sind auch hier nicht zielführend. Wir wollen daher in den nächsten Monaten eine Reihe an Analysen und Studien durchführen, um entsprechende Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten", so Winkler.
Im Vorfeld des EU-Afrika Gipfels am 8. und 9. Dezember betonte Winkler: "Die neue gemeinsame EU-Afrika Strategie, die in Lissabon verabschiedet werden soll, stellt einen wichtigen Schritt in der Neugestaltung unserer Beziehungen dar. Diese neue Partnerschaft ist eine anspruchsvolle Entwicklung auf beiden Seiten. Sie wird neben den AKP-Staaten erstmals auch die nordafrikanischen Mittelmeerstaaten, insbesondere Marokko und Algerien, umfassen. Die Europäischen Union und Afrika haben sich über die Jahre hinweg politisch und wirtschaftlich stark verflechtet. Es geht darum, langfristige Strukturen aufzubauen, die wirklich Frieden sowie auch nachhaltige wirtschaftliche, aber auch umweltbezogene Entwicklung bringen."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Mag. Katharina Swoboda
Kabinett des Staatssekretärs
Minoritenplatz 8
1014 Wien
Tel: +43 (0)50 11 50 3469
Fax: +43 (0)50 11 59 3469
E-Mail: katharina.swoboda@bmeia.gv.at
