Plassnik zur Begnadigung in Saudi Arabien: "Klare Entscheidung für die Menschlichkeit"
17.12.2007
Aktives Engagement für die Menschenrechte zahlt sich aus
Wien, 17. Dezember 2007 - "Ich bin sehr erleichtert über die Begnadigung durch König Abdullah von Saudi-Arabien. Das ist eine klare Entscheidung für die Menschlichkeit", so Außenministerin Ursula Plassnik zur Begnadigung jener jungen saudischen Frau, die nach mehrfacher Vergewaltigung selbst zur Angeklagten wurde. Sie war zu 200 Peitschenhieben und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil sie in Begleitung eines mit ihr nicht verwandten Mannes war - eine Straftat nach saudischem Recht. "Die Aufhebung dieses grausamen Urteils ist ein wichtiges und ermutigendes Signal für die Frauen in der gesamten Region".
Zahlreiche Staaten, einschließlich die EU und Österreich waren für eine Aussetzung des Urteils eingetreten. Außenministerin Plassnik hatte in einer öffentlichen Erklärung vom 28. November die saudische Regierung zu einer Überprüfung und Aufhebung des Urteils aufgefordert. "Aktives Engagement für Menschen- und Frauenrechte zahlt sich in jedem einzelnen Fall aus. Die internationalen Grundverpflichtungen gelten universell. Menschen- und Bürgerrechte sind weder "männlich" noch "weiblich". Hier darf es keine Abstriche oder Unterscheidungen geben", betonte Plassnik.
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