Plassnik zum Kosovo: "Erwarte starkes Signal europäischen Engagements beim EU-Gipfel"
10.12.2007
Außenministerin beim EU-Rat in Brüssel
Brüssel, 10. Dezember 2007 - "Ich erwarte mir vom Europäischen Rat ein starkes Signal des europäischen Engagements für den Kosovo", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik heute im Vorfeld des Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. "Die Stabilität in der gesamten Region ist uns ein zentrales Anliegen. Unser Ziel ist und bleibt, dass alle Menschen im Kosovo, ungeachtet ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit in Sicherheit und in Würde leben können."
"Die Einheit und Geschlossenheit der Europäischen Union hat sich in den intensiven Gesprächen und Treffen der letzten Monate entscheidend verdichtet. Wir werden geschlossen und geeint vorgehen. Es handelt sich dabei um einen Prozess und nicht bloß um eine Entscheidungssekunde. Wir nehmen diesen Prozess von europäischer Seite sehr verantwortungsvoll wahr, im Bewusstsein, dass diese Frage die Reifeprüfung der europäischen Außenpolitik ist", unterstrich die Ministerin
Plassnik weiter zu einer Unabhängigkeitserklärung des Kosovo: "Unsere kosovarischen Freunde sind mit uns laufend im Kontakt und kennen unsere Haltung sehr genau. Jetzt ist auf allen Seiten Besonnenheit und Vernunft gefragt - auch wenn ich weiß, dass die Emotionen in den kommenden Tagen und Wochen groß sein werden."
Die Ministerin verwies auf die unermüdlichen Bemühungen der Kosovo-Troika, die "mit sehr viel Kreativität und Intensität" versucht haben, eine Verhandlungslösung möglich zu machen. "Wir haben in Österreich diese Verhandlungen sehr nah miterlebt - nicht nur als Nachbarn, sondern oft, indem wir die notwendige Infrastruktur für die Verhandlungen bereitgestellt haben. Die Troika unter der Führung von Botschafter Wolfgang Ischinger hat buchstäblich jeden Winkel ausgeleuchtet und jeden Stein umgedreht, um die beiden Partner zu einer Verhandlungslösung zu bringen. Diese Chance auf eine verhandelte Lösung wurde leider nicht genützt."
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