Plassnik zu Mugabe: "Ein Diktator darf uns nicht unsere Beziehungen zu ganz Afrika diktieren"
09.12.2007
Lissabon, 9. Dezember - "Wir lassen uns nicht von Mugabe die Beziehungen mit Afrika diktieren. Wir werden Mugabe nicht einen Einfluss geben, der ihm nicht gebührt. Wir dürfen ihn nicht aufwerten, sondern müssen ihn als das behandeln, was er ist: ein alter und überholten Ideologien nachhängender Diktator, der sein einst blühendes Land heruntergewirtschaftet hat und die Menschenrechte und die Demokratie mit Füssen tritt", so Außenministerin Plassnik am Rande des EU-Afrika Gipfels.
"Gerade dieser EU-Afrika Gipfel stellt Mugabes populistischer, anti-westlicher und anti-europäischer Propaganda eine tragfähige und umfassende Partnerschaft unserer benachbarten Kontinente entgegen."
Die Außenministerin begrüßte, dass die europäische Seite am Gipfel klare Worte zur unerträglichen Lage in Simbabwe gefunden habe: "Es ist notwendig, dass wir die Probleme beim Namen nennen. Richtig ist aber auch, dass wir nicht zugelassen haben, dass die Beziehungen zwischen der EU und Afrika von Mugabe in Geiselhaft genommen werden. Die EU ist ein Freund Simbabwes und seiner Menschen, sie leistet den Löwenanteil an Entwicklungshilfe, es gibt keine Wirtschaftssanktionen, die auf die Bevölkerung direkte Auswirkungen haben. Die derzeitige Krise ist traurigerweise eine Krise, ausgelöst durch schlechte Regierungsführung. Sie wird nicht ewig dauern." Es sei zu hoffen, dass die Bemühungen des südafrikanischen Präsidenten Mbeki zum Aufbau eines Dialogs zwischen Regierung und Opposition bald Früchte tragen.
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