Plassnik: "Realistische und greifbare Perspektiven für Menschen in Entwicklungsländern"
03.12.2007
Außenministerin zur Eröffnung der 12. UNIDO-Generalkonferenz in Wien
Wien, 3. Dezember 2007 - "Menschliche Sicherheit im weitesten Sinne umfasst nicht nur Politik, sondern auch Wirtschaft, Energieversorgung und Umwelt", so Außenministerin Ursula Plassnik in ihrer Eröffnungsrede anlässlich der 12. UNIDO-Generalkonferenz, die von 3. bis 12. Dezember in Wien stattfindet. "Die UNO-Organisation für industrielle Entwicklung setzt an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Technologie und Umwelt an und steht damit für das, worauf es heute ankommt: vernetztes Denken und disziplinübergreifendes Arbeiten."
Plassnik: "Wir tragen gemeinsame Verantwortung für diese eine Welt für dieses "Weltdorf". Machen wir also Politik auf der Höhe des dritten Jahrtausends und geben wir den Menschen der sich entwickelnden Welt realistische und greifbare Perspektiven. Die UNIDO setzt an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Technologie und Umwelt. Sie steht damit an vorderster Front beim Zukunftsthema schlechthin, dem Klimawandel."
Die Außenministerin weiter: "Es geht um klare Strategien und Partnerschaften. Bei Handelshilfe, in Energie- und Umweltfragen, aber auch in der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit hat die UNIDO große Erfahrung und ist ein geschätzter Partner von Empfänger- wie Geberländern. Österreich kann gerade im Bereich Umweltmanagement und erneuerbare Energie viel Expertise einbringen. Wir arbeiten hier eng mit dem Cleaner Produtions Pogram der UNDIO zusammen. - in mehreren afrikanischen Staaten sowie in der Karibik und im Pazifik."
Plassnik: "So beteiligen wir uns aktiv an konkreten Programmen zu erneuerbarer Energie, umweltschonender Industrieproduktion sowie Klein- und Mittelbetriebsentwicklung. Etwa im brasilianischen Bundesstaat Vera Cruz konnte durch entsprechende Beratung der Wasserverbrauch eines Zuckerproduzenten drastisch verringert werden: Abwasser aus der Fruchtsafterzeugung wird zur Reinigung bei der Zuckererzeugung verwendet. In Nicaragua wiederum hat österreichisches Expertise beim Aufbau einer umwelteffizienten Produktion von Trockenfrüchten mit Solarenergie geholfen."
Die Außenministerin bezeichnete es als ihr klares Ziel, die internationale Kooperation zur Verbesserung der Energieeffizienz weiter zu fördern Plassnik: "Im nächsten Jahr werden wir zwei bis drei regionale Konsultationen mit kleinen Inselstaaten und Partnern einer afrikanischen Region organisieren, die zu diesem Thema konkrete Aktionsvorschläge erarbeiten sollen. Im Vorfeld des EU Afrika-Gipfels habe ich vor zwei Wochen mit meinen westafrikanischen Kollegen vereinbart, dass Österreich gemeinsam mit der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ein Kompetenz-Zentrum für erneuerbare Energie und Energieeffizienz einrichten wird."
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