Plassnik: "Nachhaltige und praxisbezogene Hilfe zur Selbsthilfe"
12.11.2007
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit Burkina Faso
Ouagadougou, 12. November 2007 - Außenministerin Ursula Plassnik nutzte ihren Aufenthalt in Burkina Faso auch für einen Besuch des Koordinationsbüros der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) in Ouagadougou und informierte sich aus erster Hand über die OEZA- Projekte und Schwerpunkte: Das Motto der OEZA mit dem Schwerpunktland Burkina Faso ist: "Nachhaltige und praxisbezogene Hilfe zur Selbsthilfe". Die Zusammenarbeit erfolgt in jenen Bereichen, in denen die OEZA über die größte Erfahrung verfügt: Berufsbildung, nachhaltige ländliche Entwicklung sowie die Förderung von Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben.
Ziele aller geförderten Projekte sind die Verringerung der Armut, die Förderung von Demokratie, Frieden und Menschenrechten, die Gleichstellung von Frauen und die Umwelt. Besonders die Einbeziehung von Frauen - als Nutznießerinnen, aber auch als aktive Gestalterinnen der Projekte ist ein Grundprinzip der OEZA-Projekte: Nur unter Berücksichtigung und Stärkung der Rechte der Frauen, der Förderung ihrer Bildung und des Zugangs zu Bildung können sie zu Mitgestalterinnen ihrer Zukunft werden und die nachhaltige Entwicklung ihres Landes fördern. Daher unterstützt die OEZA besonders Projekte und Initiativen im Bereich der Textilverarbeitung (Weberei, Färberei, Schneiderei, Teppichknüpferei), in denen vorwiegend Frauen tätig sind.
Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung ist auch der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, damit Frauen sich selbst ihre kleinen Unternehmen und damit eine regelmäßige Einkommensquelle schaffen können. Die "Spar- und Kreditvereinigungen" richten sich daher besonders an Frauen im ländlichen Raum, für die der Weg zu einer gewöhnlichen Bank zu weit wäre, oder die dort aufgrund mangelnder Sicherheiten keine Finanzierung bekommen würden. Ein erfolgreiches Beispiel einer solchen Vereinigung ist die "Mutuelle d’Epargne et de Crédit des Artisan(ne)s et Producteurs(trices)" (MECAP), die 2002 im Rahmen eines Programms der OEZA gegründet wurde. Heute ist dies eine eigenständige Organisation mit Filialen in 17 der 30 Provinzen Burkina Fasos und sie führt bereits selber als Partner der OEZA Projekte durch.
Frauen müssen die Möglichkeit haben, über ihr Leben selbst zu bestimmen und aktiv an Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Die OEZA unterstützt mit ihren Programmen Frauen und Mädchen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Armut und zur nachhaltigen Entwicklung in Burkina Faso.
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