Kyrle: "Unabhängige Visakommission fand keine Hinweise auf kriminelles Netzwerk"
19.12.2007
Wien, 19. Dezember 2007 - "Das Außenministerium hat weiterhin größtes Interesse an einer lückenlosen und umfassenden Aufklärung aller Vorwürfe in Zusammenhang mit der missbräuchlichen Erteilung von Visa in der Vergangenheit. Von den österreichischen Vertretungsbehörden werden jährlich rund 400 000 Visa ausgestellt -in der überwiegenden Anzahl der Fälle korrekt und ohne Probleme. Der im Jänner beginnende Prozess bietet die Möglichkeit, die tüchtigen und integren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten von den schwarzen Schafen zu befreien", sagte Generalsekretär Hans Kyrle. Das bekannt gewordene Geständnis eines angeklagten Bauunternehmers stellt einen weiteren Schritt in Richtung einer Aufklärung dieser Angelegenheit dar. Der Generalsekretär wies auch darauf hin, dass das Außenministerium bereits im Vorfeld des Visaprozesses mit den Ermittlungsbehörden eng zusammen gearbeitet hat.
Kyrle hob in diesem Zusammenhang auch hervor, dass die unabhängige Visakommission keinerlei Hinweise auf ein kriminelles Netzwerk innerhalb des Außenministeriums feststellen konnte. Die organisierte Kriminalität, so Kyrle, versuche weltweit - nicht nur bei österreichischen Vertretungen - und mit allen Mitteln, bei der Visavergabe anzusetzen. "Dem Außenministerium ist es ein ganz zentrales Anliegen, allen Missbrauchsversuchen mit konkreten, zielgerichteten Maßnahmen, entschieden und auch präventiv entgegen zu wirken und den Raum für Malversationen ständig einzuengen", so Kyrle.
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