Generalsekretär Dr. Johannes Kyrle zum Entführungsfall Bert Nussbaumer:
12.11.2007
Wien, 12. November 2007 - "Das Außenministerium konnte gemeinsam mit dem Innen- und Verteidigungsministerium seit Bekanntwerden der Geiselnahme von Bert Nussbaumer, und seiner vier amerikanischen Arbeitskollegen im Südirak, vor knapp einem Jahr, ein weltweites und umfassendes Informationsnetzwerk aufbauen, aus dem regelmäßig Hinweise über den möglichen Aufenthaltsort von Bert Nussbaumer eingehen. Jedem noch so unbedeutend erscheinenden Hinweis, der zu einer Lösung des Falles führen könnte, wird von uns mit ganzer Kraft nachgegangen", sagte Generalsekretär Dr. Johannes Kyrle, Leiter des Krisenstabs im Außenministerium.
"Außenministerin Plassnik hat in den vergangenen Monaten sämtliche ihrer politischen Kontakte zu Regierungsmitgliedern im Nahen Osten ebenso wie zu befreundeten Staaten, beispielsweise den USA und Deutschland, dazu genützt, diese um Unterstützung bei den Bemühungen um eine Freilassung von Bert Nussbaumer zu ersuchen. Die Ministerin lässt sich darüber hinaus regelmäßig über die laufenden Anstrengungen berichten", so Kyrle weiter.
Ein wichtiges Anliegen ist die bestmögliche Betreuung und Information der Familie von Bert Nussbaumer. Diese wird laufend von Psychologen des Innenministeriums beraten und von Mitarbeitern des Außenministeriums über neueste Entwicklungen persönlich informiert; wie zuletzt erst am vergangenen Freitag.
Bisher sind drei Videos sowie eine Liste mit Namen von Geiseln, darunter jener von Bert Nussbaumer seitens der vermeintlichen Geiselnehmer bekannt geworden. Konkrete Forderungen der Geiselnehmer sind aber ebenso ausgeblieben wie eine Kontaktnahme durch die Geiselnehmer.
Wöchentliche Krisensitzungen im Fall Nussbaumer im Außenministerium werden gemeinsam mit Innen- und Verteidigungsministerium abgehalten. Die österreichischen Botschaften in der gesamten Region sind aktiv in die Anstrengungen eingebunden. Die österreichische Botschaft in Kuwait, die als Informationsdrehscheibe fungiert, unterhält zusammen mit Beamten des Verteidigungsministeriums engen Kontakt mit dem Arbeitgeber von Herrn Nussbaumer, Crescent Security Group. Und seitens der für den Irak zuständigen Botschaft in Amman, wird laufend Kontakt zu führenden irakischen Persönlichkeiten, die ihre Unterstützung bei der Lösung des Falles angeboten haben, gehalten.
"Ich selbst konnte vor wenigen Tagen, anlässlich von Gesprächen in den USA neuerlich mit jenen Verantwortlichen der amerikanischen Administration zusammentreffen, die ebenfalls fieberhaft an der Aufklärung dieses Geiselfalls arbeiten. Die amerikanischen Gesprächspartner haben dabei ihre Zusage, weiterhin alles Menschen mögliche in dieser Angelegenheit zu unternehmen, neuerlich bekräftigt", schloss Kyrle.
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