Staatssekretär Hans Winkler anlässlich der Feierlichkeiten zum 10. Jahrestag der Gründung des Wassenaar Arrangements
07.12.2006
Wien, 7. Dezember 2006 - "Die unmäßige Anhäufung und unkontrollierte Verbreitung von Klein- und Leichtwaffen ist schon lange zu einem Problem globalen Ausmaßes geworden. Sie verschärfen die Bedrohung von Frieden und Sicherheit in vielen Krisenzonen der Welt. Überangebot und fehlende Kontrolle begünstigen in Staaten mit instabiler Sicherheitslage oft den Ausbruch interner Konflikte", hob Staatssekretär Hans Winkler heute anlässlich der Feierlichkeiten zum 10. Jahrestag der Gründung des Wassenaar Arrangements die Bedeutung und die Notwendigkeit einer wirkungsvollen Exportkontrolle hervor.
1996 nahm in Wien das Sekretariat des Wassenaar Arrangements, einer Einrichtung zur Exportkontrolle für konventionelle Waffen sowie für doppelverwendungsfähige Güter und Technologien seine Tätigkeit auf. "Wien hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Angelpunkt in der internationalen Sicherheitsarchitektur entwickelt. Neben dem Sekretariat des Wassenaar Arrangements ist Wien seit Jahren nun schon Sitz zahlreicher internationaler Organisationen, die sich für mehr Sicherheit, Abrüstung und Nicht-Weiterverbreitung von Waffen einsetzen", zeigte sich Winkler erfreut.
"Klein- und Leichtwaffen gelten als die eigentlichen Massenvernichtungswaffen unserer Zeit. Die große Mehrheit der Opfer dieser Waffen sind Zivilisten, vielfach Frauen und Kinder. Jährlich sterben über 500.000 Menschen. Angesichts dieser Tatsache ist es notwendig, mit allen Kräften die konfliktfördernde und destabilisierende Wirkung der leichten Verfügbarkeit verschiedenster Waffen nachhaltig und koordiniert zu bekämpfen", so der Staatssekretär.
Winkler zeigte sich erfreut, dass alle 40 Staaten, die derzeit Mitglieder des Wassenaar Arrangements sind, in einer politischen Erklärung die Bedeutung effektiver Exportkontrollen bekräftigt haben. "Militärische Waffen haben in den Händen Privater nichts zu suchen. Mehr Transparenz, mehr Verantwortung sowie wirkungsvolle Kontrollen sind notwendige und unerlässliche Maßnahmen zur Verhinderung von noch mehr Leid und Opfern", so Winkler.
Rückfragehinweis:
Außenministerium
Kabinett des Staatssekretärs
Mag. Katharina SWOBODA
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3469
Fax: ++43 (0) 50 1159-3469
katharina.swoboda@bmaa.gv.at
