Plassnik: UNO und Israel bemüht, tragischen Vorfall von Khiam aufzuklären
17.09.2006
Wien, 17. September 2006 - "Niemand kann den tragischen Tod von Major Hans Peter Lang ungeschehen machen. Aber wir wollen dazu beitragen, dass derartige Vorkommnisse sich in Zukunft möglichst nicht wiederholen. Darum suchen wir eine umfassende Aufklärung, warum der Angriff auf den UN-Stützpunkt Khiam passieren konnte. Das Menschenmögliche tun, um Klarheit zu erzielen, das sind wir auch dem Andenken von Major Hans Peter Lang schuldig", sagte Außenministerin Ursula Plassnik. Plassnik wies darauf hin, dass sich sowohl die israelische Armee als auch das israelische Außenministerium für den tragischen Vorfall aufgrund schwerer operationeller Fehler entschuldigt haben.
Laut dem technischen Briefing, das österreichischen Vertreter vergangenen Donnerstag in Tel Aviv von der israelischen Armee erhielten, habe eine Verkettung von unglücklichen Umständen dazu geführt, dass in den Unterlagen der israelischen Armee der UNO-Posten in Khiam als Hisbollah-Stellung ausgewiesen wurde. Auch habe es nie einen Blickkontakt zum klar gekennzeichneten UNO-Posten gegeben.
Eine endgültige Beurteilung werde laut Außenministerin Ursula Plassnik erst dann möglich sein, wenn auch der Bericht der Untersuchungskommission der UNO vorliege. Von UNO-Seite wurde ersucht, vorerst keine Details des israelischen Papiers bekannt zugeben, bevor ihre eigene Untersuchung abgeschlossen ist.
"In meinen Gesprächen nächste Woche in New York werde ich mich dafür einsetzen, dass auch die UNO-Seite ihre Untersuchungen bald abschließt", schloss Plassnik.
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