Plassnik: "Unmissverständliche internationale Antwort"
15.10.2006
Außenministerin zur Nordkorea-Resolution des UNO-Sicherheitsrates
Wien; 15. Oktober 2006 - "Das ist eine angemessene Reaktion der Weltgemeinschaft," kommentierte Außenministerin Ursula Plassnik die einstimmige Annahme einer Resolution zum nordkoreanischen Atomtest gestern durch den UNO-Sicherheitsrat. Nach der einhelligen Verurteilung des Atomtests hat die internationale Staatengemeinschaft damit unmissverständlich ihre Geschlossenheit und Entschlossenheit demonstriert. "Wir wollen keine weiteren Atomstaaten haben."
"Die deutliche und rasche Reaktion des UNO-Sicherheitsrats ist über den Anlassfall hinaus auch ein wichtiges Bekenntnis der Staatengemeinschaft zu einem wirksamen Nichtweiterverbreitungsregime," unterstrich die Außenministerin, die auch an die Schlüsselrolle, die die Internationale Atomgemeinschaft (IAEO) in Wien in diesem Zusammenhang spielt, erinnerte.
Die UNO-Sicherheitsratsresolution fordert Nordkorea dazu auf, die Bestimmungen des Vertrages über Nichtweiterverbreitung (NPT) voll einzuhalten und untersagt Nordkorea jegliche Raketen-, Atomwaffen- und andere Massenvernichtungswaffenprogramme. Der Sicherheitsrat beschloss auch umfangreiche Sanktionen. Diese beinhalten sowohl ein Waffenembargo als auch ein Handelsembargo auf alle Güter, die zu den nordkoreanischen Waffenprogrammen beitragen könnten. Das Einfrieren von Vermögen, Reisebeschränkungen und ein Embargo auf Luxusgüter sollen vor allem die führenden Vertreter des nordkoreanischen Regimes treffen.
"Die Atompläne des nordkoreanischen Regimes stellen eine Gefährdung des internationalen Friedens und der Sicherheit dar. Nordkorea muss den Schritt aus der zunehmenden Isolation machen und wieder einen rationalen Weg einschlagen. Eine Rückkehr zu und konstruktives Einbringen in die 6-Parteien-Gespräche ist dabei die einzig gangbare Option. Das ist sicherlich auch der Wunsch der Menschen in Nordkorea," schloss die Außenministerin.
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