Plassnik: Entschiedene Verurteilung der so genannten "Holocaust-Konferenz"
11.12.2006
Brüssel, 11. Dezember 2006 - "Jeder Versuch, der Intoleranz und dem Antisemitismus Vorschub zu leisten, muss von der gesamten Staatengemeinschaft mit aller Schärfe und Nachdruck zurückgewiesen werden", verurteilte Außenministerin Ursula Plassnik die Abhaltung der von der iranischen Regierung veranstalteten so genannten "Holocaust-Konferenz" in Teheran. Plassnik begrüßte in diesem Zusammenhang die klare Stellungnahme von UN-Generalsekretär Kofi Annan und verwies auf den im Jahr 2005 im Konsens - und somit auch mit Zustimmung des Iran - gefassten Beschluss der UNO-Generalversammlung der Abhaltung eines internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner, sowie der verstärkten Bildungs- und Aufklärungsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene.
"Die Informationen, die bereits im Vorfeld über diese Veranstaltung bekannt wurden, rufen größte Besorgnis hervor. Wir haben in Österreich im Jahr 1992 aus gewichtigen Gründen das Leugnen und Verharmlosen des nationalsozialistischen Völkermordes explizit unter Strafe gestellt," betonte Plassnik, die in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hinwies, dass sich an dieser Konferenz teilnehmende österreichische Staatsbürger nach dem österreichischen Verbotsgesetz strafbar machen könnten.
"Österreich und die Europäische Union wollen den Dialog mit dem Iran. Diese Konferenz steht aber in einem vollkommenen Widerspruch zu den steten Bemühungen um einen offenen und ernsthaften Dialog zwischen den Kulturen, der von der Achtung gemeinsamer Werte und gegenseitigem Respekt getragen sein muss. Ich fordere die Verantwortlichen im Iran dazu auf, sich an diesem Dialog konstruktiv zu beteiligen, anstatt ihn mit einer derartigen Konferenz zu behindern und zu untergraben", schloss Plassnik.
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