Plassnik: "Internationales Engagement für Bosnien-Herzegowina wird fortgesetzt"
14.12.2005
Schwarz-Schilling am Jahrestag der Unterzeichnung des Dayton-Vertrages zum neuen Hohen Repräsentanten bestellt
Wien, 14. Dezember 2005 - Heute wurde der ehemalige deutsche Minister Christian Schwarz-Schilling zum neuen Hohen Repräsentanten in Bosnien und Herzegowina ernannt. Er folgt damit dem Briten Paddy Ashdown nach, der nach mehr als dreieinhalbjähriger Amtszeit Ende Jänner 2006 sein Amt niederlegt.
Die Ernennung von Schwarz-Schilling fällt mit dem zehnten Jahrestag der formellen Unterzeichnung des Friedensabkommens von Dayton am 14. Dezember 1995 in Paris zusammen, das den drei Jahre dauernden Krieg in Bosnien und Herzegowina beendete.
"Dr. Schwarz-Schilling bringt durch seine langjährige Erfahrung als Streitschlichter in der Region die allerbesten Voraussetzungen für seine neue Funktion mit, genießt er doch das Vertrauen aller Parteien", meinte Plassnik.
"Mein Dank geht an Lord Ashdown, der mit seinem unermüdlichen Engagement maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Bosnien und Herzegowina in eine neue Phase der Beziehungen zur Europäischen Union eintreten konnte", betonte Plassnik.
Am 25. November 2005 hat die Europäische Union Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Bosnien-Herzegowina aufgenommen.
"Dies war ein wichtiger Schritt im Heranführungsprozess Bosnien-Herzegowinas an die EU. Der neue Hohe Repräsentant Schwarz-Schilling wird den weiteren Prozess entsprechend begleiten. Dabei wird die bosnische Regierung zunehmend Eigenverantwortung übernehmen. Gleichzeitig muss sie schlankere und effizientere Verwaltungsstrukturen schaffen, die einen modernen Staat kennzeichnen, der sich der Europäischen Union annähern will", so Plassnik abschließend.
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