Plassnik: "Gewalt gegen Frauen ist ein Angriff auf die menschliche Würde"
25.11.2005
Die Außenministerin zum "Internationalen Tag der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen"
Wien, 25. November 2005 - "Es ist bedrückend, dass Gewalt gegen Frauen in allen Gesellschaften der Erde immer noch alltäglich ist. Gewalt gegen Frauen - hier bei uns und in der Welt - ist ein Angriff auf die menschliche Würde und auf die zentralen Menschenrechte. Österreich setzt sich seit Jahren massiv dafür ein, dass der Gewalt gegen Frauen vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wird und Gegenmaßnahmen ergriffen werden, so Plassnik.
"Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit betreut in diesem Zusammenhang zahlreiche Projekte", so Plassnik. In Südosteuropa werden Maßnahmen gegen den Frauenhandel finanziert. In Afrika gibt es Initiativen gegen die weibliche Genitalverstümmelung und Unterstützung für vom Krieg traumatisierte Frauen. Österreich unterstützt auch die Ausarbeitung einer UN-Studie zum Thema "Gewalt gegen Frauen".
"Österreich setzt sich auch schon seit längerer Zeit im Rahmen der EU, der OSZE und der UNO für eine Stärkung der Rolle von Frauen in Konflikt- und Post-Konflikt Situationen ein. Frauen müssen mehr in die konkreten Entscheidungen über den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbau eingebunden werden. Dieser Ansatz soll auch im Mandat der neuen UN-Kommission für Friedenskonsolidierung verankert werden", so die Außenministerin.
"Die aktive Unterstützung für Mensenrechtsaktivistinnen ist auch ein Schwerpunkt der österreichischen EU-Präsidentschaft. Ziel ist es die Aktivistinnen, die aufgrund ihres Einsatzes für die Menschenrechte oft Gewalt ausgesetzt sind, besser zu schützen", so Plassnik.
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