Plassnik "Auf Basis des Dreijahresprogramm 2005-2007 wird Österreich seinen Kampf gegen die weltweite Armut weiter verstärken"
15.11.2005
Dreijahresprogramm 2005-2007 heute im Ministerrat beschlossen
Wien, 15. November 2005 - "Das Dreijahresprogramm 2005-2007, das heute im Ministerrat beschlossen wurde, sieht vor, dass Österreich in den kommenden Jahren bedeutend mehr für die Entwicklungszusammenarbeit leisten wird. Bereits 2005 und 2006 wird das EU-weite Barcelona-Ziel von 0,33 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungshilfe klar übertroffen. Denn der Kampf gegen die weltweite Armut, die Förderung von Frieden, die Unterstützung von Frauen und Randgruppen der Gesellschaften in den Entwicklungsländern ist für mich ein ganz wichtiges außenpolitisches Anliegen", sagte Außenministerin Ursula Plassnik.
Plassnik dankte an dieser Stelle auch den österreichischen Nichtregierungsorganisationen für ihren Einsatz und die bewährte Zusammenarbeit. "Die österreichischen Nichtregierungsorganisationen, aber auch die zahlreichen Vereine und vielen privaten Initiativen sind wichtige Partner im Kampf gegen die weltweite Armut. Mit Idealismus und Professionalität können wir gemeinsam wichtige Fortschritte für unsere Partner in den Entwicklungsländern erzielen", sagte die Außenministerin.
Das Dreijahresprogramm 2005-2007 berücksichtigt umfassend die internationalen Zielsetzungen und strategischen Ausrichtungen der UNO, EU und internationaler Finanzinstitutionen. "Mir ist es wichtig, dass die internationale Staatengemeinschaft ihre Programme und Ziele gut aufeinander abstimmt. Die UN-Millenniumsziele sind dabei unsere konkrete, gemeinsame Richtschnur", sagte die Außenministerin.
Das Hauptaugenmerk der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit richtet sich auf die am wenigsten entwickelten Länder, insbesondere in Afrika. Dabei stehen Anstrengungen in den Bereichen gute Regierungsführung, Achtung der Menschenrechte, Konfliktvermeidung, Aufbau von Institutionen an vorderer Stelle.
"Die Förderung von Frauen und Mädchen ist für mich ein besonders wichtiges Anliegen. Dies beginnt bei der Bildung. Nach Angaben der UNO sind von den rund 780 Millionen Analphabeten 500 Millionen Frauen. Die Verwirklichung der allgemeinen Grundschulausbildung für beide Geschlechter ist daher eines der ganz konkreten Millenniumsziele, das besondere Bedeutung hat. Frauen spielen auch eine wesentliche Rolle in den Bereichen Konfliktbewältigung und Wiederaufbau. Sie wissen aus ihren täglichen, praktischen Erfahrungen am besten, was ihre Gesellschaften brauchen. Die verstärkte Einbindung von Frauen in politische Entscheidungsprozesse ist daher ein wichtiges Anliegen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit", sagte die Außenministerin.
Die Außenministerin verwies weiters darauf, dass Österreich im Rahmen des EU-internen Fahrplanes seine Mittel für die Entwicklungshilfe bis 2010 auf 0,51 Prozent des BNE anheben sowie bis 2015 das UN-Ziel von 0,7 Prozent des BNE für Entwicklungshilfe erreichen werde. "Das bedeutet für Österreich mehr als eine Verdoppelung der finanziellen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit bis 2010", unterstrich Außenministerin Plassnik.
Rückfragehinweis:
Außenministerium
Presseabteilung
Tel.: (++43-5)01150-3262
Fax: (++43-5)1159-213
abti3(at)bmaa.gv.at
