Plassnik: "50 Jahre Arbeit am Frieden in der Welt"
14.12.2005
Außenministerin Plassnik bei UNO-Jubiläum in Wien
Wien, 14. Dezember 2005 - "Österreich in den Vereinten Nationen, das sind 50 Jahre Arbeit am Frieden in der Welt", sagte Außenministerin Ursula Plassnik am Mittwoch, den 14. Dezember bei der Veranstaltung "50 Jahre Österreich in den Vereinten Nationen".
In ihrer Begrüßungsrede gratulierte Plassnik dem Generaldirektor der IAEO, Mohammed ElBaradei zur Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember: "Am Internationalen Tag der Menschenrechte und genau 100 Jahre nachdem Bertha von Suttner für ihre Arbeit und den Appell "Die Waffen nieder!" internationale Anerkennung gefunden hat, wurden mit der IAEO und deren Generaldirektor Mohammed ElBaradei wieder eine Persönlichkeit und eine Organisation ausgezeichnet, die sich ganz konkret der Frage verschrieben haben, wie wir - auch technisch - unsere Welt sicherer machen können", so die Außenministerin.
Angesichts dieses sich über ein Jahrhundert spannenden Bogens der Weltfriedensgemeinschaft betonte Plassnik, dass die Abrüstung, die Nicht-Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und die Weiterentwicklung eines umfassenden Sicherheitsbegriffs auch künftig zu den größten Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft gehören werden. Und sie unterstrich die Rolle der Vereinten Nationen bei der Schaffung und Bewahrung von Frieden und Sicherheit in der Welt: "Die Arbeit der Familie der Vereinten Nationen wurde heuer - nach den Blauhelmen und den Vereinten Nationen unter Generalsekretär Kofi Annan - zum dritten Mal mit einem Friedensnobelpreis gewürdigt."
Die Außenministerin betonte, dass die Werte, für die Bertha von Suttner und Mohammed ElBaradei so nachhaltig eingetreten seien und eintreten, auch die Zusammenarbeit zwischen Österreich und der UNO prägen: "Die Befreiung der kommenden Generationen von der Geißel des Krieges, der Glaube an die Würde und den Wert der menschlichen Person, an die gleichen Rechte von Mann und Frau und an die Herrschaft des Rechts und die Solidarität, das sind die geistigen Säulen, denen wir uns gemeinsam verbunden fühlen. In diesem Sinn hat Österreich in den vergangenen 50 Jahren inner- und außerhalb der Vereinten Nationen gewirkt." Gemeinsam, so die Außenministerin, könne man oft mehr erreichen; andererseits stehe ein intensives Engagement in der UNO einer eigenständigen Außen- und Friedenspolitik nicht entgegen. Vielmehr ergänzten einander diese beiden Komponenten.
Plassnik richtete die Einladung an die internationale Gemeinschaft, in den Anstrengungen für eine friedlichere, sicherere und gerechtere Welt nicht nachzulassen, und nannte als weitere große Aufgaben die UN-Reform und die Verwirklichung der Milleniumsziele.
Außenministerin Plassnik dankte dem früheren UNO-Generalsekretär, Alt-Bundespräsident Kurt Waldheim stellvertretend für alle in den Vereinten Nationen tätigen Österreicher für seine Arbeit und seinen Einsatz. Sie schloss mit einem Zitat einer anderen Friedensnobelpreisträgerin, Aung San Suu Kyi: "Die einzige richtige Freiheit ist das Freisein von Angst."
