Außenministerin Ursula Plassnik in Prag eingetroffen
25.11.2004
Treffen mit tschechischem Amtskollegen Svoboda und Präsidenten des Abgeordnetenhauses Zaorálek
Prag, 25. November 2004 - Die Europa- und Nachbarschaftspolitik wird beim heutigen Besuch von Außenministerin Plassnik in der tschechischen Republik im Mittelpunkt stehen.
"Durch den tschechischen EU-Beitritt wurden die dynamischen Beziehungen zwischen unseren Ländern weiter intensiviert. Besonders wichtig ist, dass dort wo die Nachbarn direkt miteinander zutun haben, das Bild des jeweils anderen immer positiver wird", so Plassnik bei ihrer Ankunft in Prag.
"Positiv ist auch, dass das Grenzgänger- und das Praktikanteabkommen jetzt dem österreichischen Parlament zur Genehmigung vorliegen. Sie werden tschechischen Staatsangehörigen den Zugang zum österreichischem Arbeitsmarkt erleichtern", sagte die Außenministerin.
Ebenfalls zur Sprache kommen werden bei dem Treffen der Außenministerin mit ihrem Amtskollegen Cyril Svoboda und dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer Lubomír Zaorálek Fragen der Verkehrsinfrastruktur; diese spielen eine zentrale Rolle für den weiteren Ausbau der ausgezeichneten Wirtschaftbeziehungen.
Die österreichische und die tschechische Volkswirtschaft sind eng miteinander verflochten: Die Entwicklung des bilateralen Handels verlief in den letzten Jahren überaus dynamisch. Die tschechische Republik bleibt für Österreich einer der wichtigsten Märkte. Weltweit ist Tschechien der achtwichtigste Handelspartner Österreichs, beim Import sogar der fünftwichtigste.
Darüber hinaus ist Österreich stolz, der drittwichtigste Auslandsinvestor für Tschechien zu sein. Ein Beispiel: die Erste Bank ist seit 2000 Mehrheitseigentümer der größten tschechischen Retailbank, der Ceska Sporitelna, mit 5,5 Mio. Kunden. Der Trend zu Investitionen hält an: Im ersten Halbjahr 2004 haben österreichische Unternehmen bereits mehr als 200 Millionen - in Tschechien investiert.
Intensivieren und verdichten will Plassnik auch die Zusammenarbeit im Rahmen der regionalen Partnerschaft. Im Rahmen der Nachbarschaftspolitk wird die aktuelle Situation in der Ukraine zur Sprache kommen.
