Ferrero-Waldner: "Shanghai übt Magnetwirkung auf österreichische Unternehmen aus"
06.11.2003
AVL-List finanziert Lehrstuhl für Verbrennungsmotoren in Shanghai
Shanghai, 6. November 2003 - In Anwesenheit von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner fand heute in Shanghai die Unterzeichnung des Vertrages der Grazer Firma AVL-List und der Tongji Universität zur Finanzierung eines Lehrstuhls für Verbrennungsmotorentechnik statt. Anlässlich der Unterzeichnung sagte die Außenministerin, dass dieser Lehrstuhl ein "erfolgversprechendes Projekt der Zusammenarbeit zwischen der österreichischen Privatwirtschaft und der chinesischen Wissenschaft" ist.
Nach ihren Gesprächen in Shanghai sagte Ferrero-Waldner heute, dass sie neben den ohnehin schon starken Firmenkooperationen bei Chemikalien und Maschinenanlagen noch ein großes Potential in den Bereichen wassersparender Anlagen, Transport, Energie, Rohstoffe, Umweltschutz und Hochtechnologie sieht. "Die wirtschaftliche Magnetwirkung von Shanghai macht natürlich auch vor österreichischen Unternehmen nicht halt. Dementsprechend steigt auch die Präsenz österreichischer Firmen kontinuierlich an. Gegenwärtig sind 90 österreichische Firmen in Shanghai und Ostchina durch Repräsentanzbüros und Niederlassungen vertreten, weitere sind in Bau, Planungs- oder Gründungsphase. In Shanghai hat sich deshalb die Zahl der Auslandsösterreicher in den letzten vier Jahren verdoppelt. Dies ist auf die rasante Entwicklung von Shanghai und den umliegenden Provinzen zurückzuführen. Österreichische Unternehmen drängen vermehrt in die Region. Erfreulicherweise nicht mehr nur mit Repräsentanzbüros und Joint-Ventures, sondern in zunehmendem Maße auch mit Produktionsstätten", so Ferrero-Waldner.
Die Außenministerin setzte sich in ihren Gesprächen in Shanghai besonders für österreichische Firmen im Umweltsektor ein. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn in Folge meines Besuches die mich begleitenden österreichischen Firmen mit ihren chinesischen Gesprächspartnern zu möglichst vielen konkreten Abschlüssen über Projekte auf dem Umweltsektor kommen und so zum wichtigen Anliegen einer sauberen Umwelt beitragen könnten. Die österreichischen Firmen verfügen über große Erfahrungen auf diesem Gebiet und können mit den neuesten Techniken aufwarten", sagte Ferrero-Waldner.
Ferrero-Waldner nutzte ihre Gespräche in Shanghai auch dafür, auf die Expertise von österreichischen Unternehmen hinzuweisen, die Shanghai nicht nur bei der Planung und Durchführung der Weltausstellung 2010 unterstützen können, sondern auch im Umweltbereich dazu beitragen können, dass die Auswirkungen einer derart großen Veranstaltung auf die Natur möglichst gering bleibt.
Morgen wird Ferrero-Waldner in Hong-Kong mit dem Chief Executive, TUNG Chee Hwa, Gespräche über Wirtschaftsfragen und die Zukunft der Sonderwirtschaftszone führen und einen Umwelt-Roundtable eröffnen.
