Schutz der intern Vertriebenen Schwerpunkt der österreichischen Menschenrechtsarbeit
12.12.2002
Österreich und Norwegen veranstalten Expertensymposium in Wien
Wien, 12. Dezember 2002 - Weltweit gibt es in über 45 Staaten mehr als 25 Millionen intern vertriebene Personen. Zumeist sind militärische Konflikte, aber auch schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen oder extreme Armut Ursache dieses weltweiten Phänomens. Besonders betroffen sind vor allem alte Menschen, Frauen und Kinder. Diesbezüglich hat Außenministerin Ferrero-Waldner erst kürzlich die Problematik von Kindern in bewaffneten Konflikten zu einem Schwerpunktthema des österreichischen Vorsitzes im Netzwerk der Menschlichen Sicherheit gemacht.
Der Schutz der intern vertriebenen Personen stellt einen Schwerpunkt der österreichischen Menschenrechtsarbeit dar. So betreiben Österreich und Norwegen seit 10 Jahren die diesbezüglichen Resolutionen im Rahmen der Generalversammlung und der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen. Weiters unterstützt Österreich den Beauftragten des VN-Generalsekretärs für intern Vertriebene, Dr. Francis Deng, und finanziert seit kurzem einen österreichischen Experten in der neu geschaffenen Koordinationsstelle für intern Vertriebene im VN-Sekretariat.
Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Mandats des Beauftragten des VN-Generalsekretärs für intern Vertriebene findet auf Einladung Österreichs und Norwegens von 12.-14. Dezember in der Diplomatischen Akademie ein internationales Expertensymposium statt. Es soll dem Rückblick auf die Arbeit der letzten Dekade, der strategischen Vorschau auf die nächsten Jahre sowie der kritischen Analyse noch wartender Herausforderungen dienen. Im Rahmen dieses Mandates wurden neben Ländermissionen, Berichten und Empfehlungen an die VN-Generalversammlung und die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen auch rechtliche Leitlinien (Guiding Principles) für den Schutz intern Vertriebener entwickelt, die einer großen Anzahl von Staaten und Organisationen als Rechtsgrundlage dienen. Diese Leitlinien wurden unter substantieller österreichischer Mitwirkung im Rahmen eines Wiener Symposiums im Jahre 1998 finalisiert.
Das Symposium wird vom Generalsekretär des Außenministeriums, Johannes Kyrle, vom Botschafter Norwegens in Österreich, Arne Walther, sowie vom Beauftragten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Intern Vertriebene, Dr. Francis Deng, eröffnet.
