Ferrero-Waldner traf Nelson Mandela in Johannesburg
05.09.2002
Einladung Mandelas zum Treffen des Netzwerkes für Menschliche Sicherheit in Graz im Mai 2003
Johannesburg, 5. September 2002 - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner traf heute in Johannesburg mit Nelson Mandela zu einem 40 minütigen Gespräch zusammen. Für die Außenministerin ist der Träger des Friedensnobelpreises ein großes Vorbild: ,,Was ich an ihm bewundere, ist nicht nur seine große Bescheidenheit sondern zudem seine feste Überzeugung, unermüdlich für Versöhnung einzutreten, auch nachdem er selbst 30 Jahre im Gefängnis gesessen ist". Ferrero-Waldner erklärte weiters, dass Mandela hinter jedem Gefängniswärter auch den Menschen sehe. ,,Und gerade dort muss man ansetzen: bei den Menschen und nicht bei einem Regime", so die Außenministerin.
Thema des Gesprächs war auch die Situation in Simbabwe. Ferrero-Waldner sagte dazu, dass der South African Development Community (SADC) beim nächsten EU-SADC Treffen klar gemacht werden müsse, dass diese so wie die EU eine ,,klare Sprache sprechen muss". Ferrero-Waldner vertritt überdies die Auffassung, dass die Europäische Union auch an wirtschaftliche Sanktionen gegen Simbabwe denken sollte, falls sich am gegenwärtigen politischen Vorgehen nichts ändere. Gleichzeitig sollte aber die humanitäre Hilfe an die Bevölkerung aufrecht erhalten bleiben, da das Ziel der Sanktionen das Regime sei und nicht die Bevölkerung. ,,In Südafrika haben die Sanktionen damals gewirkt, warum sollten sie dann nicht auch gegen Simbabwe wirken?", so Ferrero-Waldner.
Erfreut zeigte sich die Ministerin über die Möglichkeit, Nelson Mandela im Mai kommenden Jahres anlässlich des Außenministertreffens des Netzwerkes für Menschliche Sicherheit in Graz begrüßen zu können. Mandela habe auf die Einladung der Ministerin, in Graz als Hauptredner zu sprechen, ,,mit großem Interesse reagiert".
