Ferrero-Waldner: ,,Endlich umfassender Ansatz im Kampf gegen den Terrorismus"
03.06.2002
Österreich unterstützt Terrorismusbekämpfung der Vereinten Nationen mit 1 Mio. Dollar
Wien, 3. Juni 2002 - Anlässlich des am 3. und 4. Juni im Vienna International Center stattfindenden Symposiums zum Thema ,,Internationale Terrorismusbekämpfung: der Beitrag der Vereinten Nationen" unterstrich Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in ihrer Rede die Bedeutung eines ,,gemeinsamen und umfassenden Ansatzes" im Kampf gegen den Terrorismus. Im Beisein von Antonio Costa, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Wien und von Untergeneralsekretär Hans Corell sagte die Außenministerin zu, dass Österreich zur Stärkung des in Wien ansässigen Büros für Drogenkontrolle und Konfliktverhütung der Vereinten Nationen eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von einer Million Dollar zur Verfügung stellen wird.
Wenige Tage nach den Anschlägen des 11. Septembers machte Kofi Annan, UN-Generalsekretär, darauf aufmerksam, dass nur durch eine gemeinsame Anstrengung der Staatengemeinschaft und ,,unter Einsetzung politischer, rechtlicher, diplomatischer und finanzieller Mittel" eine wirksame Bekämpfung des Internationalen Terrorismus möglich sei. Als wichtiger Bestandteil dieser internationalen Zusammenarbeit soll das seit 1997 in Wien eingerichtete Büro für Drogenkontrolle und Konfliktverhütung der Vereinten Nationen (Office for Drug Control and Crime Prevention / ODCCP), dessen Hauptaugenmerk bisher Verbrechen wie Drogenhandel, Korruption und Menschenhandel galt, ausgebaut werden und auch im Bereich der Terrorismusbekämpfung eine zentrale Rolle spielen.
Ferrero-Waldner: ,,Es besteht eine enge Verbindung zwischen organisiertem Verbrechen, Drogenhandel und Terrorismus". So könne u.a. das weltweite Programm von ODCCP gegen Geldwäsche ein effektives Mittel darstellen ,,Geldquellen von politischer Gewalt und Terrorismus aufzuspüren und auszutrocknen". Daher biete es sich an, auf ,, bestehende Strukturen und know-how" des Büros für Drogenkontrolle und Konfliktverhütung aufzubauen und bereits bestehende Expertise, wie u.a. im Bereich der technischen Zusammenarbeit, auch auf die Terrorismusbekämpfung auszuweiten. Mit dem österreichischen Beitrag soll ODCCP nach den Worten der Außenministerin insbesondere Entwicklungsländer in ihrem Kampf gegen den Terrorismus unterstützen.
