Österreichisch- slowakische Konferenz des Europarates in Bad Piestany und Baden
24.10.2001
Intensivierung der grenzüberschreitenden Kooperationen stärkt "Regionale Partnerschaft"
Wien, 24. Oktober 2001 - Auf einer zweitägigen Konferenz (24. und 25.10.2001) in Bad Piestany auf slowakischer und in Baden bei Wien auf österreichischer Seite sollen Experten bestehende Kooperationen und Möglichkeiten einer weiteren Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Slowakei aufzeigen.
Neben Vertretern der Zentralstellen und insbesondere regionalen VertreterInnen aus Politik, Legislative und Verwaltung beider Länder wird der Regierungsbeauftragte für EU-Erweiterungsfragen der österreichischen Bundesregierung, Erhard Busek, einen Einblick in den derzeitigen Stand der EU-Erweiterung geben. Wien wird durch Stadtbaudirektor Gerhard Weber und den Leiter der EU-Förderabteilung Peter Brodesser vertreten sein. Wien-Kanal wird ein laufendes Abwasserprojekt mit Bratislava vorstellen.
Die Bundesländer Niederösterreich und Burgenland werden ihrerseits die bestehenden grenzüberschreitenden Kooperationsprojekte mit der Slowakei präsentieren. Darüber hinausgehende lokale Kooperationen werden u. a. vom Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, Erich Pramböck und vom Vizepräsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Walter Zimper, dargestellt.
Es ist vorgesehen, dass die Teilnehmer zum Abschluss eine Empfehlung an ihreRegierungen über den weiteren Ausbau der regionalen Zusammenarbeit verabschieden.
Diese Konferenz hat große Bedeutung für beide Länder:
Durch die Im Juni 2001 eingerichtete ,,Regionale Partnerschaft" zwischen Österreich Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn sollen die Grundlagen für eine umfassende Zusammenarbeit mit den benachbarten EU-Beitrittskandidaten geschaffen werden, die - etwa wie die Nordische Zusammenarbeit - auch für die künftige Zusammenarbeit dieser Länder in der EU langfristig von großem Interesse ist. Diese Konferenz ist eine Gelegenheit, diese Partnerschaft dort zu intensivieren, wo die Menschen beiderseits der Grenze unmittelbar betroffen sind, nämlich auf regionaler Ebene.
Auch die Europäische Kommission hat die große Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erkannt und nunmehr - im Rahmen des Programms INTERREG III - für die Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Slowakei 26 Mio. Euro (rund 360 Mio. ATS) zur Verfügung gestellt. Das Programm umfasst für den Zeitraum bis 2006 auf der österreichischen Seite Wien, Niederösterreich, Nordburgenland und in der Slowakei die Regionen Bratislava und Trnava. Hauptaugenmerk wird INTERREG III auf die Wirtschaftsentwicklung und den Bereich Umweltschutz legen.
Bitte merken Sie vor:
1.) Pressekonferenz am 24.10. 2001, 13.30 Uhr
Im Konferenzzentrum im Kurbereich der Stadt Piestany (Slowakei)
(Anschließendes Mittagessen)
2.) Pressekonferenz am 25.10.2001, 13.30 Uhr
Im Hotel Schloss Weikersdorf; Baden bei Wien
(Im Anschluss lädt die Stadt Wien alle Medienvertreter zum Mittagsbuffet ebendort ein.)
