Weltkongress gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern in Yokohama
17.12.2001
Yokohama, 17. Dezember 2001 - In Anwesenheit der Schwedischen Königin Sylvia und einer Reihe von MinisterInnen aus allen Kontinenten forderte der österreichische Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Albert Rohan, in Yokohama Null Toleranz (,,Zero Tolerance") im Kampf gegen Kinderpornographie und Kinderprostitution. Rohan verwies in diesem Zusammenhang auch auf die österreichische Initiative eines Inflight-Video für Flüge nach Risikodestinationen, das den Preis der Berliner Travel Fair 2001 gewonnen hat.
,,Regierungen und die Internetindustrie müssen vermehrt innovative gemeinsame Strategien gegen moderne Phänomene des sexuellen Kindesmissbrauchs entwickeln, um irreversible Schäden durch sexuelle Ausbeutung zu verhindern. Der freie Zutritt zu Risiko-Websites birgt vielfach reale Gefahren für Kinder. Die Verletzlichkeit und Schutzwürdigkeit von Kindern erfordert eine effektivere Zusammenarbeit von Polizei, privatem Sektor, Bildungsinstitutionen, hotlines und Regierungsstellen", so Albert Rohan.
Auf österreichisches Betreiben wurde dieses Thema erstmals 1999 in einer internationalen Konferenz ,,Combating Child Pornography on the Internet" in Wien aufgegriffen. Die jüngst auch von Österreich unterzeichnete Cybercrime-Konvention des Europarats ist ein weiterer wichtiger Beitrag im Kampf gegen dieses Phänomen.
Die zentralen Themen des Weltkongresses in Yokohama sind Fragen der Prävention, des Schutzes und der Wiedereingliederung von Opfern von Kindesmissbrauch, Kinderprostitution und -pornographie und transnational organisierter Kriminalität im Kinderhandel.
Am Weltkongress nehmen über 2000 Vertreter höchster Regierungskreise, internationaler Organisationen, führender NGOs und der Internetindustrie teil.
