Ferrero-Waldner von Kofi Annan mit "Grüß Gott" empfangen
13.11.2001
Anti-Terror Einheiten der UN in Wien sollen in Zukunft zentrale Rolle erhalten
New York, 13. November 2001 - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner traf im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen auch zu einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammen und wurde von diesem herzlich mit den Worten "Grüß Gott" empfangen. Die Außenministerin Überreichte dem UN-Generalsekretär bei dieser Gelegenheit ein von Bundeskanzler Schüssel und ihr signiertes Rot-Weiss-Rotes Fotoalbum als Erinnerung an seinen Besuch in Österreich Ende August anlässlich der Konferenz zum Dialog der Zivilisationen in Salzburg.
Der Inhalt der Gespräche war vom Kampf gegen den Terrorismus und von der Aufgabe, die die in Wien ansässigen UN-Einheiten dabei übernehmen können geprägt. Die Außenministerin war sich mit dem UN-Generalsekretär darin einig, dass neben dem militärischen Kampf gegen den Terror auch eine geistigen Auseinandersetzung über die Ursachen des Terrorismus stattfinden muss. Für die Außenministerin heißt das vor allem: "uns dem Phänomen stellen, dass Terroristen kulturelle, soziale und politische Missstände für ihre mörderischen Zwecke instrumentalisieren. Diese geistige Auseinandersetzung haben wir im Dialog mit den muslimischen Gesellschaften zu führen, die dabei allerdings auch ihrer eigenen Verantwortung nachkommen müssen, um das Ziel einer gemeinsamen, friedlichen und humanen Entwicklung zu erreichen. Österreich führt diesen Dialog seit Anfang der 90er Jahre und bringen unsere Erfahrungen nun im Rahmen der Vereinen Nationen ein", so Ferrero-Waldner.
Die Außenministerin und der UN-Generalsekretär waren sich überdies darin einig, dass Wien als Sitzstaat der Vereinten Nationen mit zwei wichtigen Einheiten im Kampf gegen den Terror - die "Terrorism-Prevention-Branch" (TPB) und das "Office for Drug Control and Crime Prevention" (ODCCP) - in Zukunft eine wichtige Rolle zu übernehmen hat. Ferrero-Waldner: "Diesen beiden Einheiten kommt jetzt bei der Umsetzung der Sicherheitsratsresolution 1373 und bei der Unterstützung der UN-Mitgliedstaaten eine zentrale Rolle zu". Die Außenministerin hat den UN-Generalsekretär daher ersucht, "die beiden Einheiten personell und vom Mandat her so auszustatten, dass sie für die nun auf sie zukommenden Aufgaben gerüstet sind und diese effizient und wirkungsvoll erfüllen können".
"Österreich wird alles tun um die Arbeit dieser beiden Organisationen zu erleichtern und zu unterstützen. Ich habe daher heute auch die Vertretung Österreich bei den Vereinten Nationen angewiesen, diese Aufgabe mit Nachdruck zu verfolgen und Experten ausfindig zu machen, die diese Einheiten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen können", sagte die Außenministerin.
