Ferrero-Waldner ruft Verantwortliche in Mazedonien auf, für den Frieden zu stimmen.
30.08.2001
Aktuelle Situation in Mazedonien im Mittelpunkt der Gespräche mit Außenministerin Mitreva
Wien, 30. August 2001 - ,,Ich appelliere an die politischen Akteure in Mazedonien, die Chance zu nützen und für ihr Land und seine Bevölkerung den Frieden zu wählen!". Mit diesen Worten forderte Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in einem an die heutigen Arbeitsgespräche mit ihrer mazedonischen Amtskollegin Ilinka Mitreva in Wien anschließenden Pressegespräch die politisch Verantwortlichen auf, das unter massivem und unparteiischem internationalen Engagement ausgehandelte Rahmendokument, das Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorsieht, ab morgen im Parlament in Skopje zustimmend zu behandeln. Dieses ,,Friedensdokument", das laut Ferrero-Waldner den legitimen Anliegen beider ethnischer Seiten, der slawisch-mazedonischen und der ethnisch-albanischen, Rechnung trägt, könne die Basis für ein zukünftig friedliches Zusammenleben beider großer Volksgruppen bilden.
,,Ich habe Außenministerin Mitreva nachdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig eine positive Abstimmung ist. Die Parlamentsabgeordneten in Skopje haben die Chance, den Frieden zu wählen und nicht den Krieg!", so die Außenministerin. Dies sei im Sinne der Menschen in Mazedonien und gleichbdeutend mit einer Zukunft in einem stabilen Umfeld, das die legitimen Interessen eines jeden Menschen, ungeachtet seiner ethnischen Herkunft, berücksichtigt.
Positive Signale beider Seiten seien immens wichtig. Die Umsetzung des vor drei Wochen vereinbarten Abkommens müsse ,,rasch erfolgen und spürbare Ergebnisse zeitigen".
,,Die EU wird nicht zögern, positive Entwicklungen im Land selbst durch entsprechende wirtschaftliche Unterstützung und rasche Wiederaufbauhilfe zu honorieren," betonte Ferrero-Waldner.
Die Außenministerin begrüßte auch explizit alle Aktivitäten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Besonders wesentlich sei es, der Bevölkerung Vertrauen zu vermitteln.
